Blutspende-Krise: Duisburg braucht 0-Negativ-Spenden

Blutspende-Krise: Duisburg braucht 0-Negativ-Spenden

  • Blutspendezentrum sucht dringend Spender
  • Knappheit bei Blutgruppe 0 negativ
  • "Versorgung von schwerkranken Patienten gefährdet"

"Unser Konservenkühlschrank ist leer!!", hieß es Ende August auf der Facebook-Seite des Blutspendezentrums Duisburg. Dahinter zwei rote Ausrufezeichen. Es sollte nicht der einzige Hilferuf in Richtung potentieller Spender bleiben. Jetzt suchen die Experten gezielt nach Spendern einer Blutgruppe.

"Eine außergewöhnlich ernste Situation"

Das Blutspendezentrum teilte am Donnerstag (13.09.2018) über seine Duisburger, Wuppertaler und Oberhausener Niederlassungen mit: "Seit gestern 16 Uhr können wir keine Konserven der Blutgruppe 0- an Krankenhäuser oder niedergelassene Ärzte liefern." Dadurch sei "die Versorgung von schwerkranken Patienten gefährdet".

Nur etwa 6% der Bevölkerung tragen die Blutgruppe 0- in sich. Ihr Blut ist besonders gefragt, denn es gilt als universell einsetzbar. So können etwa Unfallopfer schnell mit diesem Blut versorgt werden, auch wenn ihre Blutgruppe im Notfall nicht schnell bestimmt werden kann.

DRK: Zwei Tage Versorgungssicherheit

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) spricht von einer ernsten Situation. Bezogen auf alle Blutgruppen sei die Versorgung derzeit für zwei Tage gesichert. Angestrebt sei ein Puffer von vier Tagen. Vor allem der heiße Sommer hat nach Einschätzung der Experten zu einer gesunkenen Spendenbereitschaft geführt.

Stand: 14.09.2018, 16:40