Blindgänger in Dortmund am Abend entschärft

In Dortmund ist erneut ein Blindgänger gefunden worden

Blindgänger in Dortmund am Abend entschärft

  • Evakuierung dauerte länger als erwartet
  • beschädigter Zünder erschwerte Entschärfung
  • Sperrung der vielbefahrenen Bundesstraße 1 aufgehoben

An der Dortmunder Bonifatiusstraße ist am Donnerstag (23.01.2020) eine 250-Kilogramm Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Am Abend gegen 22 Uhr teilte die Stadt mit, dass der Blindgänger erfolgreich entschärft werden konnte. Alle Sperrungen wurden aufgehoben.

Evakuierung dauerte länger als erwartet

Weil der Zünder des 250 Kilogramm schweren Blindgängers lädiert war, brauchte der Kampfmittelräumdienst etwas mehr Zeit, um die Bombe zu entschärfen. Vor allem hatte aber die Evakuierung deutlich länger gedauert, als angenommen: Zahlreiche Krankentransporte für hilfsbedürftige Anwohner wurden gebraucht. Eine Person hatte sich zudem vehement geweigert, die Wohnung zu verlassen.

B1 wurde gesperrt - keine größeren Staus

Von der Evakuierung betroffen waren rund 1.200 Anwohner. 143 Personen hielten sich in der extra eingerichteten Evakuierungsstelle auf. Dort kümmerten sich die Johanniter um die Bewohner. Außerdem musste zum Zeitpunkt der Entschärfung die B1 gesperrt werden. Auf der Bundesstraße fahren an dieser Stelle rund 90.000 Fahrzeuge pro Tag. Der Auto- und Lkw-Verkehr wurde problemlos umgeleitet. Größere Staus gab es nicht.

Wer mit Bus und Bahn unterwegs war, musste sich im Evakuierungsradius auf Ausfälle einstellen. Betroffen waren die Stadtbahnlinien U41, U45, U47 und U49. Busse wurden umgeleitet.

Stand: 24.01.2020, 09:30