Hilfe für Opfer von Gewalt: Neue Anlaufstelle im Bistum Essen

Im Gegenlicht und vor einem wolkigen Himmel ein Kreuz auf einer Kirche

Hilfe für Opfer von Gewalt: Neue Anlaufstelle im Bistum Essen

Das Bistum Essen hat eine neue Ansprechperson für Opfer jeglicher Gewalt im Bereich der Kirche. Für Fälle von sexualisierter Gewalt stehen zudem weiterhin zwei unabhängige Ansprechpartner zur Verfügung Das hat das Ruhrbistum am Mittwoch mitgeteilt.

Der Generalvikar hat Simon Friede zum Interventionsbeauftragten ernannt und ihn damit zum Ansprechpartner für Betroffene jeglicher Form von Gewalt gemacht. Mit ihm soll gewährleistet, dass kein Vorfall von Gewalterfahrung aus dem Blick gerate und die Bearbeitung sichergestellt sei.

Das fängt beim Mobbing an, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder in der Kirchengemeinde, geht über körperliche Gewalt bis hin zu sexuellem Missbrauch. Je nach Fall der betroffenen Personen, werden diese auch an entsprechende Stellen weitergeleitet.

Intervention und Prävention arbeiten eng zusammen

"Wichtig ist, dass wir für die Menschen da sind und dass sie wissen, dass Ihre Anliegen von uns ernst genommen werden", sagte der Interventionsbeauftragte Simon Friede

Friede arbeitet dabei eng mit der Präventionsbeauftragten Dorothé Möllenberg zusammen. Vorrangige Aufgabe der Präventionsbeauftragten ist es, das achtsame Miteinander zu fördern. Dazu gehöre, dass Menschen durch Schulungen sensibilisiert werden.

Strukturierung für Zusammenarbeit benötigte Zeit

Nach Aussagen von Simon Friede ist er bereits seit dem 1. Februar 2020 der Interventionsbeauftragte und Dorothé Möllenberg seit dem 1. Juli.2020 die Präventionsbeauftragte. Das Bistum Essen habe den neuen Stabsbereich Prävention und Intervention allerdings erst am Mittwoch bekannt gegeben, da in den vergangenen Monaten geklärt und entschieden werden musste, wie die Aufgabengebiete genau verteilt werden. Denn laut eigener Aussage ist Simon Friede der erste Interventionsbeauftrage des Bistum Essen.

Stand: 15.10.2020, 12:01