Bilanz: Ein Jahr Rechtskunde an Grundschulen

Minister besucht Schüler-Duell an der Bochumer Köllerholz-Schüler

Bilanz: Ein Jahr Rechtskunde an Grundschulen

  • Seit einem Jahr Rechtskunde für Viertklässler
  • Idee stammt von der Mutter einer Schülerin
  • NRW-Justizminister zieht positive Bilanz

Seit einem Jahr lernen Grundschüler in NRW spielerisch Rechtskunde, Staats- und Verfassungsrecht. Damit soll konstruktives Streiten erlernt und die Sozialkompetenz gestärkt werden. An dem Pilotprojekt haben Schulen in Essen, Bochum, Detmold, Holzwickede, Mülheim a.d. Ruhr, Düsseldorf, Hagen und Blomberg teilgenommen.

Angebot gerne für jede Grundschule etablieren

NRW-Justizminister Peter Biesenbach hat am Freitag (12.12.2018) in Bochum eine positive Bilanz gezogen: Er würde das freiwillige Schulfach gerne an jeder der über 2.700 Grundschulen im Land anbieten.

Die Viertklässler der Köllerholz-Schule in Bochum präsentierten dem Minister in einem Theaterstück ihre Kenntnisse über den Aufbau des deutschen Staates. Sie erklärten unter anderem, wer den Bundespräsidenten wählt, für was ein Bundesminister verantwortlich ist und welches die Aufgaben von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sind.

Kinder schon früh für Demokratie interessieren

Die Idee, schon Grundschülern Wissen über Recht, Gesetz und Staat beizubringen, hatte Tanja Klumpe. Die Mutter einer Schülerin der Köllerholz-Schule ist selbst Richterin und leitet auch die AG. Ihre Erfahrung: Auch Grundschulkinder interessieren sich sehr für Recht und Gesetz und die politischen Zusammenhänge und sie sagen sofort, wenn etwas zu kompliziert oder unverständlich ist. Dann muss man es eben anders erklären.

Stand: 12.10.2018, 13:12