Stellenabbau bei Kaufhof abgeschlossen

Galeria Karstadt Kaufhof

Stellenabbau bei Kaufhof abgeschlossen

  • Über 1.300 Stellen in Kaufhof-Warenhäusern abgebaut
  • Mitarbeiter sind freiwillig gegangen, keine Kündigungen
  • Stellenabbau wegen roter Zahlen

Der Stellenabbau bei Kaufhof ist abgeschlossen. Über 1.300 Arbeitsplätze sind in den Warenhäusern abgebaut worden, ohne betriebsbedingte Kündigungen. Das hat der Gesamtbetriebsratsvorsitzende dem WDR am Montagnachmittag (15.07.2019) mitgeteilt.

Erhöhte Abfindung für Freiwillige

Wie der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates berichtet, wollten mehr Mitarbeiter freiwillig gehen, als Stellen abgebaut werden mussten. Wer freiwillig gegangen ist, hat eine erhöhte Abfindung bekommen. Dass es in den Filialen nun keine Kündigungen geben muss, sei ein Erfolg.

Nach der Fusion von Karstadt und Kaufhof sollten innerhalb von sechs Monaten rund 1.300 Verkäufer und Abteilungsleiter gehen. Viele Mitarbeiter hätten diese Zeit als große Belastung angesehen, so der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, die familiäre Atmosphäre in den Filialen sei aufgelöst worden.

Millionen müssen gespart werden

Trotz des abgeschlossenen Stellenabbaus, hätten viele der verbliebenen Mitarbeiter weiterhin Zukunftsängste. Ein Betriebsrat in Essen rechnet zum Beispiel damit, dass deshalb bald auch weitere Mitarbeiter freiwillig gehen werden.

Auch in der Verwaltung in der Kaufhof-Zentrale in Köln wurden Arbeitsplätze gestrichen. Insgesamt 1.000 Mitarbeitern wurde gekündigt. Der Hauptsitz von Galeria Karstadt Kaufhof ist nun die Ex-Karstadtzentrale in Essen.

Der Stellenabbau war laut Management notwendig, weil die Warenhäuser rote Zahlen schreiben und kurzfristig ein dreistelliger Millionenbetrag eingespart werden muss.

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WDR 5 Morgenecho - Kommentar 12.06.2019 02:36 Min. Verfügbar bis 10.06.2020 WDR 5 Von Denise Friese

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Stand: 15.07.2019, 14:41

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