Weniger Medikamente im Essener Abwasser?

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Weniger Medikamente im Essener Abwasser?

  • Kampagne gegen Wasserbelastung läuft gut
  • Initiatoren konnten Menschen sensibilisieren
  • Weniger Medikamente landen in der Toilette

Die Emschergenossenschaft und der Ruhrverband haben am Mittwochabend (03.07.2019) eine positive Zwischenbilanz zu ihrer Kampagne für weniger Medikamentenrückstände im Abwasser gezogen. In den vergangenen zwei Jahren wurden viele Bürger in Essen dafür sensibilisiert, abgelaufene Arzneimittel nicht in der Toilette zu entsorgen.

"Essen macht's klar" - so lautet das Motto der Kampagne von Emschergenossenschaft, Ruhrverband und der Stadt Essen. Das Problem: Immer mehr Medikamentenrückstände sammeln sich in unserem Wasserkreislauf und das hat negative Folgen für die Umwelt.

Bekanntheit des Problems in Essen gestiegen

Aus diesem Grund hatten die Initiatoren vor zwei Jahren die Kampagne gestartet und dafür geworben, Medikamente über den Hausmüll zu entsorgen - mit Erfolg, sagt Projektleiter Issa Nafo.

"Wir sehen bei den Befragungen, dass die Bekanntheit des Problems um 20 Prozent gestiegen ist. Und mehr Menschen wissen jetzt auch, dass die Restmülltonne der richtige Entsorgungsweg ist", so Nafo.

Jeder Zehnte entsorge die Medikamente inzwischen im Restmüll und nicht mehr in der Toilette. Deshalb soll die Kampagne jetzt auch verlängert werden.

Lebensmittelchemiker spüren Arzneimittel im Wasser auf

WDR 5 Leonardo Top Themen 07.10.2016 03:52 Min. Verfügbar bis 06.10.2021 WDR 5

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Stand: 04.07.2019, 09:26

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