Deutlich weniger Besucher beim "Festi Ramazan" in Dortmund

Wenige Besucher auf dem Festi Ramazan Gelände

Deutlich weniger Besucher beim "Festi Ramazan" in Dortmund

Von Juan Yanez-Mejias

  • Nur 100.000 Besucher bei "Festi Ramazan"
  • Hohe Auflagen gegen Lärm hatten Erfolg
  • Standort für 2020 unklar

Eines der größten Ramadan-Feste Deutschlands ist am Sonntag (02.06.2019) in Dortmund zu Ende gegangen. Zum "Festi Ramazan" sind deutlich weniger Menschen gekommen als zuvor.

Mit 200.000 Besucher hatte der Veranstalter Fatin Ilhan gerechnet. Es kamen aber nur halb so viele. Für das Veranstalter-Team liegt das vor allem am wechselhaften Wetter. "Die ersten zehn Tage waren leider sehr kalt", sagt Fatin Ilhan.

Standort für Festi Ramazan 2020 ungewiss

Obwohl dieses Jahr alle Auflagen erfüllt wurden und es laut Polizei keine nennenswerten Einsätze gab, wird das Fest 2020 nicht am Remydamm stattfinden. Die Auflagen für das Festi Ramazan seien fast nicht zu erreichen. Und ob es überhaupt in Dortmund stattfindet, wird immer unwahrscheinlicher, sagte der Veranstalter Fatin Ilhan enttäuscht. 

Er und die Stadt Dortmund wollen sich in den kommenden Wochen zusammensetzen und über einen neuen Standort beraten.

Abschluss eher unspektakulär

Das Abschlussprogramm fiel eher unspektakulär aus. Nach Absprache mit der Stadt Dortmund es in diesem Jahr keine laute Musik und kein Feuerwerk geben. Anwohner hatten sich vor dem Ramadan-Fest deswegen beschwert.

Vandalismus und Hakenkreuze

Wenige Tage vor Beginn des Festes hatten Unbekannte einige Zelte mit Hakenkreuzen beschmiert. Außerdem wurde der Aufbau des Festivals von Vandalen gestört, einige Zelte zerstört, sogar mit Kot verschmutzt.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Laut Sprecherin Sonja Frodermann gestaltet sich die Aufklärung aber sehr schwierig. Es gibt weder Zeugen, noch Hinweise, noch Videomaterial.

Stand: 03.06.2019, 06:21