Bienenrettung aus dem Kaugummi-Automaten

An einer Hauswand hängt ein alter Kaugummiautomat, der Bienenfutter spendet.

Bienenrettung aus dem Kaugummi-Automaten

  • Samentütchen statt Kaugummi
  • Mit Bienenfutter gegen Insektensterben
  • Einnahmen fließen in Bildungsprojekt

In der Dortmunder Fußgängerzone hängt nun eine auffällig gelbe Kiste an einer Hausfassade. Statt bunter Kaumasse kann man an dem umgebauten Kaugummi-Automat für kleine Centbeträge Samenmischungen und Blumenzwiebeln ziehen. Es handele sich dabei um den ersten "Bienenfutter-Automaten", erklärt Initiator Sebastian Everding.

Bienenfutter für 20 Cent

Flächenversiegelung, Monokulturen, steinerne Vorgärten und massiver Einsatz von Pflanzenschutzmitteln machten es den Bienen schwer. An der gerade erst neu montierten gelben Kiste gebe schon einiges Interesse, sie sorge bei Passanten für viel Gesprächsstoff.

Für 50 Cent spuckt das Gerät Frühlingskrokus-Zwiebeln in einem Plastikdöschen aus. Diese könnten sofort im Garten, im Blumenkasten auf dem Balkon oder in brachliegenden Grünflächen oder Grundstücken gepflanzt werden, erklärt der Initiator. Spezialmischungen für Wild- und Honigbienen gebe es für 20 Cent - auszusäen nach dem Frost im kommenden Frühjahr.

Das Geld aus dem Automaten fließe an das Bildunggsprojekt "Fine" (Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung) zurück. Von dort aus werde die Dortmunder Idee mit Samen und Infomaterial unterstützt.

Bienen suchen ein Zuhause Servicezeit 30.05.2019 27:08 Min. Verfügbar bis 30.05.2020 WDR

Stand: 19.10.2019, 08:43