Krankenschwester Kristin Zuber

Berufung zurückgewiesen: Versetzung von Krankenschwester war rechtens

Stand: 06.01.2022, 17:40 Uhr

Eine Intensiv-Krankenschwester hat den Prozess gegen ihren Arbeitgeber verloren. Sie wollte auf der Arbeit regelmäßig eine längere Maskenpause einlegen. Das Landesarbeitsgericht Hamm gab der Prosper-Klinik in Recklinghausen Recht.

Die langjährig beschäftigte Krankenschwester Kristin Zuber war auf eine andere Station versetzt worden, nachdem sie jeweils 30 Minuten Masken-Pause nach eineinviertel Stunden unter einer FFP2-Maske verlangt hatte. Die Prosper-Klinik in Recklinghausen argumentierte, so eine Pause funktioniere im Ablauf einer Intensivstation nicht. Die Versetzung innerhalb des Hauses war rechtlich in Ordnung, urteilte nun das Landesarbeitsgericht in Hamm.

Acht Stunden ohne Maskenpause

Kristin Zuber ging es dabei nicht um Arbeitspausen, sondern um Tätigkeiten, die sie ohne Maske durchführen kann. "Die letzten drei Schichten auf Intensiv habe ich achteinhalb Stunden mit meinen Kollegen durchgearbeitet, ohne jede Pause und auch ohne Masken-Pause ", sagte Kristin Zuber dem WDR vor Beginn der Verhandlung. Die Forderung der Klägerin nach dem Anspruch auf eine Maskenpause blieb zu deren Enttäuschung vom Gericht aber unberührt.

Kompromiss abgelehnt

In der ersten Instanz beim Arbeitsgericht Herne war die von der Gewerkschaft Verdi unterstützte Klage der Frau im Februar 2021 erfolglos geblieben. In der Güteverhandlung hatte der Richter zuvor als Kompromiss die Rücknahme der Versetzung und Pausen alle 120 Minuten vorgeschlagen. Auch das hatte die Klinik abgelehnt.