Stadt Bergkamen will bessere Bedingungen für Fußgänger

Grüne Fußgänger-Ampel

Stadt Bergkamen will bessere Bedingungen für Fußgänger

  • Zehn NRW-Kommunen untersuchen Fußgängerwege
  • Bergkamen will bessere Bedingungen an zwei Straßen
  • Land übernimmt Kosten für Experten

Rund 25 Minuten geht jeder Deutsche am Tag durchschnittlich zu Fuß. Diese Form der Mobilität ist so umweltfreundlich und gesundheitsfördernd wie keine andere. Und trotzdem seien Fußgänger in der Verkehrsplanung üblicherweise vernachlässigt und als schwächste Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet. Das ist die Sicht der Initiative Zukunftsnetz Mobilität NRW. Im Jahr 2017 wurden in NRW laut einer Statistik der Polizei 108 Fußgänger durch Unfälle getötet.

Der Fußverkehrs-Check soll nun dafür sorgen, dass es für Fußgänger sicherer wird. Der wird in diesem Jahr zum ersten Mal auf Initiative des NRW-Verkehrsministeriums durchgeführt. 25 Kommunen hatten sich um die Teilnahme an dem Programm beworben, zehn haben den Zuschlag bekommen. Darunter auch Bergkamen. Dort soll der Check am Mittwochabend (18.09.2019) starten.

Bergkamen nimmt zwei Straßen unter die Lupe

Die Stadt will die Situation für Fußgänger an zwei Durchgangsstraßen verbessern, der Rünther Straße im Ortsteil Rünthe und der Jahnstraße in Oberaden. Beide sind viel befahren, aber auch für Fußgänger wichtig. Zusammen mit den Bürgern soll vor Ort genau geschaut werden, welche Probleme es gibt und wie die Situation verbessert werden kann.

Für die Städte, die für das Programm ausgewählt wurden, übernimmt das Verkehrsministerium die Kosten für den Check. Das Ministerium bezahlt unter anderem ein Expertenbüro, das zusammen mit Bürgern und der Verwaltung der jeweiligen Stadt die Probleme im Fußverkehr identifizieren und nach Lösungen suchen soll.

Angsträume sollen identifiziert werden

Die Experten suchen vor allem nach fehlenden Ampeln und gefährlichen Fußgänger-Überwegen. Sie sollen aber auch spezifischer darauf achten, ob Schulwege sicher sind und ob Senioren gut zu Fuß etwa zum Arzt kommen. Mit dem Check soll auch festgestellt werden, ob Fußwege behindertengerecht ausgebaut und gut beleuchtet sind – oder kaum genutzt werden, weil sich viele Menschen vor ihnen fürchten.

Langfristig erhofft sich die Stadt Bergkamen, den Fußverkehr insgesamt mehr in den Fokus der Planung zu rücken. Das gilt auch für die anderen Städten, die in diesem Jahr am Check teilnehmen: Das sind Bad Driburg, Rahden, Beckum, Bottrop, Herten, Duisburg, Olpe, Overath und Lindlar.

Sicherheit von Fußgängern im Straßenverkehr

WDR 5 Profit - aktuell 11.04.2019 02:44 Min. Verfügbar bis 10.04.2020 WDR 5

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Stand: 18.09.2019, 08:58