Rinder-Ansiedlung an A42 nimmt Formen an

Ein seltenes Rind der Rasse "Rotes Höhenvieh" in Herne

Rinder-Ansiedlung an A42 nimmt Formen an

  • Bei Herne entsteht neue Weide
  • "Rotes Höhenvieh" vom Aussterben bedroht
  • Rinder sollen Landschaftspflege übernehmen

Autofahrern auf der Autobahn 42 bei Herne bietet sich bald ein ungewöhnlicher Anblick: eine große Rinderherde. Und eine seltene noch dazu. An der Autobahn soll bald eine bedrohte Rinderart angesiedelt werden - das "Rote Höhenvieh".

Erste Tiere noch in diesem Jahr

Momentan laufen die Vorbereitungen für das gemeinsame Projekt von Straßen.NRW und der Emschergenossenschaft. Das Ganze ist als Ausgleich für die Umweltschäden durch den sechsspurigen Ausbau der A43 gedacht. Noch in diesem Jahr sollen die ersten sechs Tiere auf die Weide.

Laut Straßen.NRW werden nicht einzelne Kühe verteilt auf der Weide liegen. Es handelt sich um eine richtige Herde, die gemeinsam über die Weide laufen und ihre Kälber aufziehen wird. So soll es an der A42 künftig aussehen.

Rinder für Artenvielfalt wichtig

Anke Kluge von Straßen.NRW bezeichnete am Mittwoch (12.06.2019) die Tiere auch als Landschaftspfleger: "Die Rinder fressen viele Flächen frei und die wandern am Tag ihre Routen auf den Flächen ab. Dort entsteht dann ein ganz kleinteiliges Mosaik an ganz verschiedenen Biotoptypen. Und das ist für die Artenvielfalt ganz ganz wichtig."

Damit die seltenen Rinder nicht auf die Autobahn laufen, wird ein Stabgitterzaun gebaut. Ein weiterer Zaun bekommt zudem einen Meldedraht, der den Pächter schnell über mögliche Schäden informiert.

Wenn Rinder den Winter abschütteln: Weideauftrieb beim Biobauern Lokalzeit aus Aachen 23.04.2019 02:34 Min. Verfügbar bis 23.04.2020 WDR Von Purvi Patel

Stand: 12.06.2019, 15:06

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