Bebauungsplan für Forensik in Lünen beschlossen

Zäune der Forensik

Bebauungsplan für Forensik in Lünen beschlossen

  • Jahrelanger Streit um Standort endet
  • Lünens Bürgermeister zeigt sich zufrieden
  • Fünf Meter hoher Sicherheitszaun geplant

Die Stadt Lünen hat am Donnerstagabend (25.06.2020) die ersten Weichen für den Bau der Forensik gestellt. Das Land will auf der Brache der ehemaligen Zeche Victoria 150 psychisch kranke Straftäter unterbringen. Jetzt hat der Rat den Bebauungsplan dafür beschlossen.

Jahrelanger Streit geht zu Ende

Protestschild mit der Beschriftung "Wir sind dagegen"

Ein Banner der Bürgerproteste gegen die Forensik in Lünen.

Damit geht ein jahrelanger Streit um den Standort der Forensik zu Ende. Denn mit dem Gelände bietet die Stadt dem Land ein alternatives Grundstück an. Ursprünglich wollte das Land die Forensik auf einem Grundstück näher an den Wohnhäusern bauen. Dagegen klagte die Stadt Lünen, einigte sich aber schließlich außergerichtlich.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) freut sich, dass die Forensik jetzt im Einvernehmen mit der Stadt gebaut werden kann: "Nun ist es möglich, die geplante Maßregelvollzugsklinik in Lünen zu realisieren." Auch Lünens Bürgermeister Jürgen-Kleine Frauns zeigte sich am Abend zufrieden: "Unser Ziel, die südliche Fläche zu einer echten Option für das Land zu machen, haben wir konsequent verfolgt."

Fünf Meter hoher Sicherheitszaun geplant

Die Pläne für die Forensik sind noch nicht konkret. Es wird aber einen über fünf Meter hohen, videoüberwachten Sicherheitszaun um das Gebäude geben.

Stand: 26.06.2020, 07:35