Großrazzia: Bandidos in Hagen und Witten verboten

Großrazzia: Bandidos in Hagen und Witten verboten

Das Innenministerium hat eine weitere Rockergruppierung verboten: den Verein "Bandidos MC Hohenlimburg/Witten" und die Teilorganisation "Los Compadres Hagen".

Das hat das Innenministerium am Donnerstag mitgeteilt. Mit 488 Beamten wurden 28 Objekte durchsucht und das Vereinsvermögen beschlagnahmt - darunter auch viele Motorräder, Kutten und Betäubungsmittel.

Schwerpunkt in Hagen

Motorrad wird abgeschleppt

Der Schwerpunkt der Razzia lag in Hagen, dort wurden 18 Objekte durchsucht. Aber auch in Dortmund, Schwerte, Iserlohn, Altena und Lüdenscheid war die Polizei im Einsatz.

Die Landesregierung begründet das Verbot mit dem Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. "Es gab Schießereien auf offener Straße. Die Rocker spielen mit dem Leben von unschuldigen Menschen und bedrohen die öffentliche Sicherheit. (...) Brutal ausgetragene Feindschaften duldet die Polizei nicht.", sagte Innenminister Herbert Reul. Wegen des Verbots dürfen die Gruppierungen ihre Vereinssymbole nicht mehr verwenden - und auch keine Ersatzorganisation gründen.

Blutige Auseinandersetzungen

In Nordrhein-Westfalen hatte es in der Vergangenheit mehrere blutige Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Gruppierungen "Bandidos" und "Hells Angels" gegeben. Gegen mutmaßliche Mitglieder der Führungsriege der "Bandidos" läuft seit Oktober 2020 ein Verfahren vor dem Hagener Landgericht.

Stand: 15.04.2021, 20:25