Rocker-Prozess in Hagen gestartet

Rockerkrieg in Hagen vor Gericht 01:53 Min. Verfügbar bis 25.03.2020 Von Franz Altrogge

Rocker-Prozess in Hagen gestartet

  • Prozess wegen versuchten Mordes und Eingriff in den Straßenverkehr
  • "Bandido" soll auf Mitglied der "Freeway Riders" geschossen haben
  • Schüsse aus einem Cabrio auf Hagener Schnellstraße

Wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr hat am Montagvormittag (25.03.2019) vor dem Hagener Landgericht der Prozess gegen ein Mitglied der Rockergruppe "Bandidos" begonnen. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Die wichtigste Zeugin fehlte zu Prozessbeginn wegen einer depressiven Angststörung.

Das Gericht hatte hohe Sicherheitsauflagen verfügt. Rockersymbole im Gerichtsgebäude und einige hundert Meter um das Gebäude herum waren verboten. Es gab penible Einlasskontrollen und Durchsuchungen der Besucher.

"Bandenkrieg" unter verfeindeten Rockern?

Schüsse als Racheakt

Die Szenerie im Herbst 2018 sah nach einem regelrechten Bandenkrieg aus. Drei Mitglieder der "Freeway-Riders" fuhren Mitte Oktober in einem Auto auf einer Hagener Schnellstraße. Der Angeklagte und ein bisher unbekannter Komplize sollen sie mit einem Cabrio überholt und vier Schüsse abgegeben haben.

Die Insassen blieben unverletzt. Die Schüsse sollen ein Racheakt gewesen sein. Nur eine Woche zuvor sollen Mitglieder der "Freeway-Riders" auf "Bandidos" vor einem Café geschossen haben.

Stand: 25.03.2019, 12:36