Urteil in Duisburg: Mutter lässt Baby sterben

Mutter auf Anklagebank

Urteil in Duisburg: Mutter lässt Baby sterben

  • Mutter verheimlicht Schwangerschaft
  • Baby kommt in einer Badewanne zur Welt
  • 36-Jährige nimmt Tod des Kindes in Kauf

Vor dem Landgericht in Duisburg ist am Montag (21.10.2019) das Urteil gegen die Mutter des toten Babys gefallen. Die 36-jährige Frau wurde wegen fahrlässiger Tötung zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.

Kind nicht aktiv getötet

In ihrer eigenen Familie hatte die Frau ihre Schwangerschaft verheimlicht. Das Baby brachte sie im Badezimmer ihrer Wohnung im Duisburger Westen zur Welt. Allerdings starb das Kind unmittelbar nach der Geburt.

Die Richter des Duisburger Landgerichts stellten fest, dass die Mutter sich nach der Geburt nicht ausreichend um die Rettung des Säuglings bemüht habe. Laut Urteilsbegründung haben sie den Tod des Kindes leichtfertig in Kauf genommen. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sie das Kind nicht aktiv erstickte.

Mutter von Baby Mia ist unbekannt

Auf die Angeklagte war die Polizei nur durch Zufall gekommen. Eigentlich suchte sie nach der bis heute unbekannten Mutter des tot in Polen gefundenen Babys Mia. Baby Mia war vergangenes Jahr in Duisburg in einem Altkleidercontainer abgelegt und später in einem Sortierzentrum in Polen entdeckt worden.

Stand: 21.10.2019, 19:14