AWO-Warnstreik: Schwerpunkt im Ruhrgebiet

AWO Demonstranten laufen Straße entlang

AWO-Warnstreik: Schwerpunkt im Ruhrgebiet

  • Warnstreiks bei der AWO am Dienstag
  • Hohe Beteiligung im Revier
  • Rund 1.350 Teilnehmer
Kommentare (7)

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr haben Verdi-Mitglieder am Dienstag (19.02.2019) Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO)in Nordrhein-Westfalen bestreikt. Schwerpunkt der Warnstreiks waren Kitas und Ganztagsbetreuungen, wie die Gewerkschaft in Düsseldorf mitteilte.

Vor allem im Bezirk Mittleres Ruhrgebiet sei die Beteiligung hoch gewesen, sagte eine Sprecherin. Dort seien allein 650 Mitglieder in den Ausstand getreten. In zwei Regionen hatte die Gewerkschaft diesmal nicht zur Streikteilnahme aufgerufen. Insgesamt zählte die Gewerkschaft am Dienstag landesweit rund 1.350 Warnstreik-Teilnehmer.

AWO nennt Warnstreiks unnötig

Schon Ende Januar und am Montag hatte es Streiks gegeben. Die Arbeiterwohlfahrt bezeichnete die Warnstreiks erneut als "unnötig". "Unser Angebot von sieben Prozent halten wir für fair und finanzierbar. Als Wohlfahrtsverband sind wir darauf angewiesen, dass Tarifsteigerungen durch die öffentliche Hand oder die Sozialversicherungsträger refinanziert werden", teilte eine Sprecherin in Dortmund mit.

Die Gewerkschaft will mit den Streiks im laufenden Tarifstreit vor der vierten Runde am 6. März den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In der dritten Verhandlungsrunde hatte es bereits eine Annäherung gegeben. Die Gewerkschaft forderte zuletzt neun Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Die Arbeitgeber hatten laut Verdi unter anderem sieben Prozent bei einer Laufzeit von weniger als 30 Monaten angeboten.

Stand: 19.02.2019, 15:30

Kommentare zum Thema

7 Kommentare

  • 7 Angelika Schneider 20.02.2019, 21:03 Uhr

    Herr Schmidt/Bach, zum einen ist es in Kitas gar nicht erlaubt, ohne Anerkennung als Erzieher oder zumindest Kinderpfleger zu arbeiten, wobei Kinderpfleger meist gar nicht mehr eingestellt werden. Die Ausbildung zum Erzieher dauert mindestens vier Jahre. Laut dem europäischen Qualifikationsrahmen ist diese gleichzusetzen mit einem Studium mit Bachelor-Abschluss oder einem Meisterbrief im Handwerk. Von mangelnder Qualifikation kann also keine Rede sein. Im Offenen Ganztag sieht es anders aus: hier werden Erzieher oft nur als Gruppenleitung angestellt, Ergänzungskräften fehlt häufig die Qualifikation. Gerade die Awo hat es schwer, qualifizierte Mitarbeiter für die OGS zu finden - Grund ist u. a die seit Gründung der OGS niedrigere Eingruppierung, sprich schlechtere Bezahlung der Fachkräfte. Dazu kommen weitaus belastendere Arbeitsbedingungen, zu viele Kinder zu wenig Räume, erzwungene Teilzeit, etc. Bessere Zahlung ist dringend nötig und würde helfen.

  • 6 Michael Schmidt 19.02.2019, 21:36 Uhr

    Überfällig? Bezogen auf die Kings und Kidsbetreuung halten wir die Forderungen für absolut unverhältnismäßig. Hier sind im wesentlichen unqualifizierte Quereinsteiger beschäftigt welche während der Betreuungszeiten im wesentlichen mit Handypflege beschäftigt sind. Kindgerechte Förderung =0. Daher empfinden wir das Anspruchsdenken für eine ......

  • 5 Dirk Bach 19.02.2019, 21:26 Uhr

    Bezogen auf die Kings und Kidsbetreuung halten wir die Forderungen für absolut unverhältnismäßig. Hier sind im wesentlichen unqualifizierte Quereinsteiger beschäftigt welche während der Betreuungszeiten im wesentlichen mit Handypflege beschäftigt sind. Kindgerechte Förderung =0. Daher empfinden wir das Anspruchsdenken für eine FRECHHEIT

  • 4 Karin 19.02.2019, 20:09 Uhr

    Ein Streik in sozialen Berufen ist derart überfällig - die Leute sind hochqualifiziert und beschäftigen sich mit einem der wichtigsten Aufgaben in einer Gesellschaft. Seit Jahrzehnten mies bezahlt und um Wertschätzung betrogen! Die sollen streiken bis die Forderung vollständig erfüllt ist Weil sie es wert sind!

    Antworten (1)
    • Marcel Wolte 19.02.2019, 21:33 Uhr

      Bezogen auf die Kings und Kidsbetreuung halten wir die Forderungen für absolut unverhältnismäßig. Hier sind im wesentlichen unqualifizierte Quereinsteiger beschäftigt welche während der Betreuungszeiten im wesentlichen mit Handypflege beschäftigt sind. Kindgerechte Förderung =0. Daher empfinden wir das Anspruchsdenken für eine FRECHHEIT

  • 3 Rene 19.02.2019, 17:49 Uhr

    Hallo Hanna, bevor du hier solche Kommentare abgibst, solltest du dich mit den Beschäftigungsverhältnissen auseinandersetzen. Beschäftigte bei der AWO sind Angestellte, keine Beamte.

  • 2 GW 18.02.2019, 21:37 Uhr

    50 % sind das minium!!!

  • 1 Müller,Hanna 18.02.2019, 21:15 Uhr

    Ihre Streiks sind kriminell. Es ist kriminell wie Sie streiken. Und weil die Streiks kritisiert werden. Aber die Bundesregierung wird auch kritisiert. Jeder Streik im öffentlichen Dienst zieht leider für kriminelle unkündbare Beamte eine Lohnerhöhung mit vor. Die hätte ich denen schon 1990 entzogen. Allen Beamten. Die ganze sexuelle Gewalt im Netz ist nur durch kriminelle IT Beamte seit 1989 möglich. Vor allem hat die niemand auf die politische Einstellung überprüft. Amerika hatte denen schon 1997 gesagt sie sollen endlich aufhören Sexfilmporns zu filmen, egal ob Soft oder etwas anderes. Frauen die Huren sind, sind keine Mütter. Huren können nicht gute Mutter sein. Volles Staatsversagen, das Verbot von Scientologie hätte schon 1954 konsequent kommen müssen. Bei Minijobs müsste der Nettolohn 15.00 Netto sein sowie die Person die eingestellt wird, eine abgeschlossene Berufsausbildung hat. AWO darf maximal 2500.00 Brutto im Monat verdienen.

    Antworten (3)
    • Sergrj 19.02.2019, 05:46 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

    • Wolfgang 19.02.2019, 07:32 Uhr

      Sergrj, da gebe icht Dir recht !

    • Azrael 19.02.2019, 08:22 Uhr

      @Müller,Hanna: Ist das so etwas wie ein Verschwörungstheorieeintopf....?