Simulierte Lkw-Unfälle an der A1 bei Schwerte

Aufprallsimulator in Aktion

Simulierte Lkw-Unfälle an der A1 bei Schwerte

Von Lars Faulenbach

  • Polizei sensibilisiert Auto- und Lkw-Fahrer an der A1
  • Richtig angelegte Gurte können Leben retten
  • Ungesicherte Ladung kann tödlich sein

Die Polizei informiert in dieser Woche (18.03.2019 - 21.03.2019) an der Raststätte Lichtendorf bei Schwerte über die Gefahren von Unfällen. Hintergrund: Auf der A1 und der A2 hatte es in den vergangenen Monaten viele schwere Lkw-Unfälle gegeben - auch mit Toten.

Mit gerade einmal 10 km/h ist Petra Borstelmann aus Eschweiler gerade auf einen stehenden Lkw gekracht. Nicht auf der Autobahn, sondern im Aufprallsimulator des Deutschen Verkehrssicherheitsrates: "Das ist schon beeindruckend. Ich hätte die Geschwindigkeit auf mindestens 30 Stundenkilometer geschätzt."

Autofahrer schätzen Wucht eines Aufpralls falsch ein

Viele Auto- und Lkw-Fahrer schätzen die Wucht eines Aufpralls, ähnlich wie Petra Borstelmann, komplett falsch ein. Aus diesem Grund wollen der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die Autobahnpolizei mit ihrem Aufprallsimulator dafür sensibilisieren, wie wichtig ein richtig angelegter Gurt ist. "Ein Lkw-Unfall mit nur 30 km/h ohne Gurt ist meist tödlich", sagt Heinrich Wolff vom Verkehrssicherheitsrat.

Viele Fahrer legen Gurt falsch an

Lkw-Überschlagsimulator in Aktion

Überschlagsimulator imitiert Lkw-Unfall

Bei Kontrollen erlebt es Kamilius Lihs von der Autobahnpolizei allerdings häufig, dass der Sicherheitsgurt nicht richtig angelegt ist. "Zum Beispiel klemmt er unter der Achsel, statt über die Schulter zu laufen oder der Beifahrer hat das Bein auf die Konsole gelegt. Sie wollen nicht wissen, wie so ein Knie nach einem Unfall aussieht. Der Bruch ist nicht mehr reparabel."

Ladung kann zum tödlichen Geschoss werden

Bei ihrer Präventionskampagne hat die Autobahnpolizei neben dem Aufprallsimulator auch noch einen Überschlagsimulator dabei. Der zeigt, dass nicht nur der richtig angelegte Gurt Leben retten kann, sondern auch richtig gesicherte Ladung. Im Simulator fliegen während der Drehung Teddybären durch das Cockpit. Wären es Glasflaschen oder Smartphones, könnten sie zu tödlichen Geschossen werden.

Stand: 18.03.2019, 18:33