Raserfahrt in Dortmund: Fünf Kinder auf der Rückbank

Fünf Kinder sitzen auf einer Rückbank und sind teilweise nicht angeschnallt

Raserfahrt in Dortmund: Fünf Kinder auf der Rückbank

  • 190 km/h bei erlaubten 80 km/h
  • Drei Kinder nicht angeschnallt
  • Polizei warnt vor Gefahren

In Dortmund hat die Polizei in der Nacht zu Donnerstag (18.07.2019) eine gefährliche Autofahrt beendet. Es begann als normale Raserverfolgung, wie sie jetzt bekannt gab.

Raserfahrt durch Dortmund

Auf der B1 wurde eine Zivilstreife in einer 80 km/h-Zone m Stadtteil Aplerbeck sehr viel schneller überholt als es dort erlaubt war. Sie folgte dem Auto, das zwischenzeitlich bis zu 190 km/h fuhr. Die echte Überraschung folgte aber, nachdem die Beamten das Auto angehalten hatten.

"Die Polizeibeamten trauten ihren Augen nicht", heißt es in der Pressemitteilung. Auf und vor der Rückbank des kleinen Autos waren fünf Kinder im Alter von zwei Monaten bis elf Jahren. Drei von ihnen waren nicht angeschnallt, zwei Jungen kauerten im Fußraum.

Fahrer wird bestraft

Die Mutter saß auf dem Beifahrersitz, der 30-jährige Fahrer war ein nicht näher definierter Verwandter der Mutter. Die Polizei verbot ihnen die Weiterfahrt. Auf den Fahrer kommt eine Strafe von voraussichtlich 600 Euro zu, außerdem wird er seinen Führerschein für drei Monate abgeben müssen.

Auch für die Mutter hat die Fahrt vermutlich Folgen. Das prüft die Polizei derzeit. Auch sie wäre verpflichtet gewesen, die Kinder zu sichern, sagt die Polizei.

Jedes zweite Kind im Auto falsch gesichert WDR aktuell 10.10.2018 02:24 Min. Verfügbar bis 10.10.2019 WDR

Kinder werden zu Geschossen

"Nicht angeschnallte Kinder in Fahrzeugen sind leider Alltag für die Polizei", sagt Polizeidirektor Ralf Ziegler. Dabei sei das sehr gefährlich. Ein Aufprall mit nur 50 km/h entspreche dem Sturz aus dem vierten Stockwerk eines Hauses.

Ohne Kindersitz könne ein Aufprall bereits bei 15 km/h für ein Kind tödlich sein. Nicht angeschnallte Kinder würden bei einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h wie lebende Geschosse von der Rückbank gegen das Armaturenbrett oder gegen die Windschutzscheibe geschleudert, erklärt die Polizei.

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Stand: 19.07.2019, 14:00