A43-Ausbau bei Recklinghausen verzögert sich

A43-Ausbau bei Recklinghausen verzögert sich

  • Erster Abschnitt dauert drei Jahre länger als geplant
  • Emschertalbrücke macht Schwierigkeiten
  • Neubau wird 15 Millionen Euro teurer

Der Ausbau der A43 bei Recklinghausen/Herten verzögert sich um weitere drei Jahre. Der erste Abschnitt sollte eigentlich 2021 fertig sein. Knapp sieben Kilometer lang ist er, von der Anschlussstelle Recklinghausen/Herten bis zum Rhein-Herne-Kanal. Doch dort stellt der Neubau der Emschertalbrücke die Planer vor unerwartete Probleme.

Wie schon bei anderen Brückenbauten wollte Strassen.NRW erstmal die eine Brückenseite abreißen und die andere stehen lassen. Das Problem: Die Brückenseite ist zu schwach, um den Verkehr in beide Richtungen aufzunehmen.

Alte Emschertalbrücke zu schwach

Carola Ziebs, A43-Projektleiterin von Strassen.NRW: "Das hält das alte Bauwerk nicht aus." Die Alternativ-Lösung: Zuerst bauen, dann abreißen. Auf der ersten Seite wird schon mal provisorisch neu gebaut. Wenn diese Hälfte fertig ist, kann sie vierspurig in beide Richtungen befahren werden.

Dann wird die alte Brücke abgerissen und der Neubau der zweiten Hälfte beginnt. Danach folgt der letzte Akt: Die provisorisch gebaute östliche Seite wird verschoben und näher an die andere herangeschoben. Erst dann ist auch hier die A43 auf sechs Spuren ausgebaut.

Die Geduld der Stau-geplagten Pendler wird entsprechend auf die Probe gestellt. Carola Ziebs von Strassen.NRW: "Das kostet nochmal drei Jahre mehr Bauzeit. Das kostet auch mehr Geld. Circa 15 Millionen Euro mehr." Damit dauert der erste Abschnitt des A43-Ausbaus bis 2024 und die Kosten steigen auf fast 220 Millionen Euro.

Stand: 05.07.2018, 08:35