Nach schwerem Angriff: Fünf Rocker in Bochum vor Gericht

Gebäude des Justizzentrums in Bochum von außen

Nach schwerem Angriff: Fünf Rocker in Bochum vor Gericht

  • 5 Rocker sollen Opfer brutal zusammengeschlagen haben
  • Ein Mann seitdem schwerstbehindert
  • Angriff kam aus dem Nichts

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Mit Geständnissen hat am Landgericht Bochum am Montag (09.09.2019) der Prozess gegen fünf Mitglieder der Rockergruppe Bandidos begonnen. Vor einem Jahr sollen sie in Herne Anhänger eines anderen Motorradclubs auf offener Straße attackiert und zusammengeschlagen haben. Ein Opfer ist seitdem schwerstbehindert.

Angeklagten wollten den Opfern Kutten wegnehmen

Vier der Angeklagten gaben heute zu, dass sie an der Auseinandersetzung beteiligt waren und entschuldigten sich. Es sei eigentlich darum gegangen, den anderen Rockern der Gruppe "Living Dead" ihre Kutten abzunehmen.

Diese dürften sie in Herne nicht tragen. Jeder einzelne beteuerte, er habe mit den lebensgefährlichen Kopfverletzungen eines 55-jährigen Opfers nichts zu tun. Der Hauptangeklagte und Präsident der Bochumer Bandidos machte heute keine Aussage.

Angriff kam für Opfer überraschend

Den Angeklagten wird vorgeworfen, drei Männer des Wuppertaler Rockerclubs "Living Dead" im August 2018 aus dem Nichts auf offener Straße angegriffen zu haben. Sie standen mit ihren Motorrädern vor einer roten Ampel, als fünf Männer aus einem Auto sprangen und auf das Trio einschlugen.

Erst nach Monaten konnte die Polizei die Tatverdächtigen fassen. Bei einem SEK-Einsatz wurden im März in Herne, Essen, Oberhausen, Dortmund und Köln fünf Männer festgenommen.

Stand: 09.09.2019, 14:16