Prozess um Astwurf von A45-Brücke: Sieben Jahre Haft

Prozess um Astwurf von A45-Brücke: Sieben Jahre Haft 02:21 Min. Verfügbar bis 01.02.2020

Prozess um Astwurf von A45-Brücke: Sieben Jahre Haft

  • 10-Kilo-Ast von Brücke geworfen
  • Sieben Jahre Haft für 21-Jährigen
  • Verteidigung forderte geringere Strafe

Für einen Astwurf von einer Autobahnbrücke muss ein 21-Jähriger für sieben Jahre ins Gefängnis. Das urteilte das Dortmunder Landgericht am Donnerstag (31.01.2019). Aus Wut über den Rauswurf aus einem Nachtbus, mit dem er auf dem Rückweg von Dortmund nach Castrop-Rauxel war, soll der Angeklagte in Dortmund am 1. Juli 2018 einen Ast auf die Autobahn 45 geworfen und dabei fast eine Autofahrerin aus Castrop-Rauxel getötet haben. Das Landgericht beurteilte das als versuchten Mord.

Das Gericht blieb knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die bei siebeneinhalb Jahren Haft lag. Der Angeklagte behauptete, betrunken gewesen zu sein - er könne sich deswegen an nichts mehr erinnern. Die Verteidigung sah Heimtücke als nicht gegeben an und plädierte auf eine Strafe von maximal fünfeinhalb Jahren.

Ast prallt durch die Windschutzscheibe

Die Frau fuhr nachts auf der A45, als der zehn Kilo schwere und 2,60m lange Ast an der Autobahn-Brücke an der Rahmer Straße durch ihre Windschutzscheibe schlug. Die Fahrerin konnte ihr Auto abbremsen und auf dem Standstreifen anhalten. Sie erlitt ein Schocktrauma und wurde durch Glassplitter verletzt.

Stand: 31.01.2019, 14:38