Impfpässe

Razzia bei Arzt: Verdacht der Impfpass-Fälschung

Stand: 21.01.2022, 15:30 Uhr

Ein Arzt in Recklinghausen steht im Verdacht, gefälschte Corona-Impfausweise ausgestellt und die Impfdosen vernichtet zu haben. Deshalb wurden seine Privat- und Geschäftsräume durchsucht.

Der Mann soll von Juni bis Dezember 2021 in seiner Praxis in mehreren Fällen gegen Geld "bewusst wahrheitswidrig" eine Impfung bescheinigt haben, teilte die Bochumer Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Er soll die jeweiligen Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfungen auch dokumentiert, allerdings nicht durchgeführt haben. Stattdessen soll er die Impfdosen vernichtet haben, so der Verdacht.

Ermittlungen gegen Arzt und andere Personen

Laut Staatsanwaltschaft wird jetzt gegen den Arzt "und andere", nicht näher bezeichnete Personen ermittelt. Im Kreis Recklinghausen und Umgebung wurden am Freitag Privat- und Geschäftsräume des Mediziners durchsucht.

Fälschung kann seit November härter bestraft werden

Ermittelt wird jetzt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, gewerbsmäßigen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse, mutmaßlicher Sachbeschädigung und anderer Delikte.

Seit Ende November kann die Fälschung von Gesundheitsdokumenten härter bestraft werden. Es drohen Geldstrafen oder Haft bis zu zwei Jahren - in besonders schweren Fällen sogar bis zu fünf Jahren.

Über dieses Thema haben wir in der Lokalzeit Dortmund auf WDR 2 am 21.01.2022 berichtet.