Apothekensterben im Ruhrgebiet erwartet

Das Bild zeigt ein Apotheken-Schild.

Apothekensterben im Ruhrgebiet erwartet

  • Apotheker finden kaum Nachfolger
  • Forschung und Industrie für Absolventen oft luktrativer
  • Versorgungslücken im ländlichen Raum möglich

Viele Apotheken im Ruhrgebiet haben keine Zukunft, weil der Nachwuchs fehlt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen.

Problem: Überalterung

Viele Apotheker arbeiten noch im eigenen Betrieb, weil sie keine Nachfolger finden. Dieses Problem hat sich in den vergangenen Jahren verschärft. Denn viele Pharmazie-Studenten zieht es laut der Studie nach der Ausbildung in die Industrie und Forschung. Dort verdienen sie oft besser. Außerdem scheuen viele Absolventen das Risiko, sich selbständig zu machen.

Versorgungsproblem nur im ländlichen Raum

In den Innenstädten wird der Rückgang der Apotheken wohl nicht zu einem Versorgungsproblem führen, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Problematisch ist es aber für die Randgebiete des Ruhrgebiets. Denn gerade im ländlichen Raum könne schon eine geschlossene Apotheke zum Problem werden.

Stand: 03.07.2020, 15:06