Hitler-Gruß gegen Anti-Nazidemo in Dortmund

Demontranten mit Anti-Nazi-Bannern marschieren dichtgedrängt, flankiert von Polizisten

Hitler-Gruß gegen Anti-Nazidemo in Dortmund

Mehr als 400 Menschen sind am Sonntag gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Sie zogen von der Dortmunder Innenstadt nach Dorstfeld - in den Stadtteil, in dem viele Neonazis leben.

Der Demozug startete gegen 13 Uhr am Dortmunder U. Ziel war eigentlich die Straße in Dorstfeld, in der viele der Rechtsextremisten wohnen. Doch die Polizei hat die Neonazis davon informiert, und die klagten gegen die Demoroute - mit Erfolg: Die Antifaschisten mussten ihre Route durch den Stadtteil ändern.

Steinwürfe und Hitlergruß

Zwei Vermummte aus dem Nazi-Kiez Dortmund-Dortsfeld  zeigen den Hitlergruß

Hitlergruß gegen Antifa-Demo

Kurz bevor der Demonstrationszug am Sonntag Dorstfeld erreichte, wurden die Demonstrierenden angegriffen. An einer Tankstelle warfen fünf vermummte Personen Steine und Böller auf sie. Verletzt wurde niemand. Zwei der Angreifer zeigten auch noch den Hitlergruß. Die Demonstration zog trotzdem friedlich weiter. Gegen 16 Uhr löste sie sich am S-Bahnhof Dorstfeld auf.

Daten der Demo-Anmelderin veröffentlicht

Anja, die die Demo für eine Dortmunder Antifa-Gruppe angemeldet hatte, fand ihre Adresse schon vorher im Internet. Offenbar hatte das Verwaltungsgericht sie in dem Beschluss über die Demoroute veröffentlicht. Eine gefährliche Situation, sagt Anjas Rechtsanwalt Jasper Prigge: „Wenn die Adresse meiner Mandantin in rechten Chatgruppen geteilt wird (...) was hindert gewaltbereite Nazis daran, das Haus zu beschmieren oder ihr sogar an einem Abend aufzulauern?

Stand: 23.08.2021, 18:39