Mord in Duisburger Café: Anklage gegen Tatverdächtigen erhoben

Landgericht in Duisburg

Mord in Duisburger Café: Anklage gegen Tatverdächtigen erhoben

  • Tatverdächtiger sitzt seit Januar in Untersuchungshaft
  • DNA-Spuren führten zum 30-Jährigen
  • Bei Prozess droht lebenslange Freiheitsstrafe

Im Fall der ermordeten Café-Besitzerin in Duisburg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Es handelt sich um einen 30-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er soll zweimal auf die damalige Geschäftsführerin des Cafés geschossen haben - mit einem Schalldämpfer vor der Waffe. Die 46-Jährige starb schließlich an einem Kopfschuss. Das Motiv für die Tat ist bisher nicht klar.

Tatverdächtiger wurde in Berlin gefasst

Die Polizei in Berlin hatte den Mann im Januar gefasst. Bei einem Raubüberfall soll der Tatverdächtige einen Abdruck hinterlassen haben. Die sichergestellten DNA-Spuren stimmten mit denen in dem Cafe in Duisburg überein. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft.

Anklage muss richterlich noch zugelassen werden

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Verdächtigen nun Mord vor. Sollte er vor dem Duisburger Landgericht verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe, so ein Gerichtssprecher. Nun müssen die Richter entscheiden, ob sie die Anklage zulassen und es zu einem Prozess kommt - wann das sein wird, steht noch nicht fest.

Stand: 23.08.2018, 16:29