Anklage gegen mutmaßliches IS-Mitglied

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand

Anklage gegen mutmaßliches IS-Mitglied

  • 26-Jährige vor Gericht
  • Frau soll vom IS an Waffen ausgebildet worden sein
  • Ehe mit IS-Kämpfer in Syrien

Eine 26-jährige muss sich bald vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch (22.05.2019) mit. Ihr wird vorgeworfen, über mehrere Jahre Mitglied der ausländischen terroristischen Vereinigung Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein.

Derya Ö. soll 2014 nach Syrien gereist und sich dort dem IS angeschlossen haben. Angaben der Ermittler zufolge soll sie dort auch einen IS-Kämpfer geheiratet und mit ihm ein Kind bekommen haben.

Mit dem Mann soll die deutsche Staatsangehörige schon vor ihrer Ausreise aus Deutschland über das Internet Kontakt gehabt haben. Zusammen habe die Familie in Syrien und im Irak gelebt. Während einer vorübergehenden Trennung sei die Frau Ermittlern zufolge kurzzeitig mit einem höherrangigen IS-Mitglied verheiratet gewesen.

Frau wurde an Kriegswaffen ausgebildet

Später kehrte sie nach Angaben der Ermittler zu ihrem ersten Ehemann zurück, von dem sie sich das Schießen mit vollautomatischen Kriegswaffen beibringen ließ. Sie soll außerdem im Besitz eines für Selbstmordattentat geeigneten Sprengstoffgürtels gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft hatte die 26-Jährige Mitte November 2018 in Bochum festnehmen lassen. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft.

Stand: 22.05.2019, 12:51