Maskenbefreiung: Anklage gegen Bochumer Arzt

Eine Frau trägt einen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff in der Hand

Maskenbefreiung: Anklage gegen Bochumer Arzt

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat Anklage gegen einen Hausarzt erhoben. Der Vorwurf: er soll in 19 Fällen unrechtmäßig eine Maskenbefreiung ausgestellt haben.

Der Bochumer Hausarzt soll im vergangenen Jahr pauschal Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben - ohne, dass es ein medizinischer Grund vorlag. In der Anklage spricht die Staatsanwaltschaft von der "Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse".

Mediziner stellt sich gegen Maßnahmen

Der Arzt soll den sogenannten "Querdenkern" angehören. Er hatte unter anderem auf Kundgebungen in Bochum Reden gehalten. Mitte November wurde dann seine Praxis durchsucht. Auf seinem Blog positioniert sich der Hausarzt klar gegen die Corona-Maßnahmen und -Impfungen.

Ärztekammer wartet Verfahren ab

Wenn er wirklich verurteilt wird, könnte ihm seine Zulassung als Arzt entzogen werden. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe will ein mögliches Gerichtsverfahren abwarten und danach über berufliche Konsequenzen entscheiden. Das Bochumer Landgericht muss jetzt die Anklage prüfen.

Stand: 04.08.2021, 16:00