Stolpersteine in Hagen fangen an zu sprechen

Stolpersteine in Hagen fangen an zu sprechen

  • Stolpersteine im Internet animiert
  • Geschichten, Fotos, Dokumente
  • Sieben neue Stolpersteine verlegt

Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs in Hagen haben am Freitag (07.12.2018) ein besonderes Stolperstein-Projekt vorgestellt. Die kleinen Pflastersteine aus Metall, die an die Opfer der NS-Diktatur erinnern, werden im Internet animiert. Die Steine bekommen sozusagen eine Stimme.

Steine werden lebendig

Dazu haben die Schüler vom Weiterbildungskolleg jeden einzelnen Stolperstein, der in der Stadt verlegt ist, auf einen Plan im Internet übertragen. Unterstützt werden sie dabei vom Amt für Geoinformation und dem Hagener Betrieb für Informationstechnologie.

Mehr als 100 Stolpersteine gibt es in Hagen, die nach und nach digitalisiert werden. Wenn man auf der interaktiven Karte im Internet einen Stein anklickt, bekommt man Detailinformationen. Je nachdem, wieviel die Schüler zu der Person zusammengetragen haben, gibt es Fotos, Dokumente oder auch ein Audio, mit dem die Lebens- und Leidensgeschichte des NS-Opfers erzählt wird.

Projekt gegen Rassismus

Entstanden ist die Idee in einem Schulprojekt gegen Rassismus, die Schüler arbeiten seit langem daran. Ein Ende ist nicht absehbar: Am Freitag wurden in Hagen sieben neue Stolpersteine verlegt. Und die müssen auch noch digitalisiert werden.

Stand: 07.12.2018, 07:28