Duisburg: Kostenerstattung für "The Curve"-Investor

Duisburg: Kostenerstattung für "The Curve"-Investor

  • Rat hat für Deal mit Investor gestimmt
  • Stadt kauft sich mit rund fünf Millionen Euro frei
  • Fläche am Innenhafen wird eventuell nie bebaut

Der Rat der Stadt Duisburg hat für eine Millionenzahlung an den "The Curve"-Investor gestimmt. Das hat der WDR nach dem nichtöffentlichen Teil der Sitzung am späten Montagabend (01.10.2018) erfahren. Mit diesem Schritt will die Stadt weitere Forderungen des Düsseldorfer Unternehmens vermeiden. Das Bauprojekt im Innenhafen steht bekanntlich auf der Kippe.

So kauft sich die Stadt frei

Die Stadt Duisburg hatte dem Investor vertraglich zugesichert, das Gelände baureif zu machen. Allerdings ist der Untergrund hinter der riesigen Betontreppe nicht tragfähig genug und die vorgeschriebene Suche nach Weltkriegsbomben enorm schwierig. Deshalb ist es mehr als fraglich, ob auf dem Gelände überhaupt je gebaut werden kann.

Um möglichen Schadensersatzforderungen von bis zu 25 Millionen Euro zu entgehen, wird die Stadt dem Investor jetzt den bisherigen Planungsaufwand von rund fünf Millionen Euro erstatten.

Mögliche Zukunft des Bauprojekts

Sollte das Gelände doch noch baureif gemacht werden, könnte der Investor zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Projekt einsteigen. Im November soll ein neues Verfahren für die Suche nach Weltkriegsbomben getestet werden.

Hat auch dieses keinen Erfolg, ist wohl jede Bauphantasie an dieser Stelle geplatzt. Das letzte Puzzleteil des Duisburger Innenhafens wäre damit endgültig Geschichte. Der Schaden für den Steuerzahler liegt schon jetzt bei über 10 Millionen Euro.

Stand: 01.10.2018, 18:00

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