Kinderlärm: Mietern droht Kündigung

Angedrohte Kündigung wegen Kinderlärms 02:31 Min. Verfügbar bis 26.10.2019

Kinderlärm: Mietern droht Kündigung

  • Nachbarn beschweren sich über Kinderlärm
  • Kind werde zum Krachmachen ermuntert
  • Abmahnung der Wohnungsbaugesellschaft

Ayla Dogan und ihr Mann Markus Schikorra sind fassungslos. Mitte Oktober 2018 erhielten sie einen Brief ihres Vermieters, der DoGeWo. Darin steht, dass ihr 18 Monate altes Töchterchen Maya Elif für unzumutbare Störungen verantwortlich sei – darunter intensives Gerenne und Geschrei.

Vorwurf: zum Lärmen ermuntert

Neun Parteien wohnen im Haus, sechs haben den Beschwerdebrief unterschrieben. Sie behaupten, dass die Kleine sogar zum Schreien und Rumtollen animiert würde. Die Lärmbelästigung sei unter anderem morgens um 8 Uhr und abends um 18 Uhr passiert.

Die Mutter bestreitet nicht, dass ihr Kind mal schreit. "Es ist halt ein Kind. Wenn ich sie wickeln möchte, das mag sie nicht so gern. Oder angezogen werden, das macht auch keinen Spaß. Dann schreit die auch mal. Das bleibt nicht aus."

"Sind nicht kinderfeindlich"

Die DoGeWo legt Wert darauf festzustellen, sicher nicht kinderfeindlich zu sein. Allerdings habe es immer wieder Beschwerden über die Familie gegeben – die müsse man ernst nehmen.

"In diesem Fall scheint uns die Besonderheit zu sein, dass die Eltern entweder ihrer Erziehungspflicht nicht ausreichend nachkommen, indem sie nicht an der einen oder anderen Stelle auch mal eingreifen, wenn es zu laut wird. Oder sogar, dass die Eltern offensichtlich das Kind ermuntern, laut zu sein", sagt Regine Stoerring von der DoGeWo.

Noch ist eine Kündigung nur angedroht. Für die Zukunft hat die Familie einen Plan: Sie sucht jetzt ein Eigenheim.

Stand: 26.10.2018, 07:53

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