Amprion plant Stromtrasse durch Hohenlimburger Wohngebiet

Amprion plant Stromtrasse durch Hohenlimburger Wohngebiet

Von Peter Fischer

  • Amprion will 380-Kilo-Volt-Leitung bauen
  • Hohenlimburger wehren sich gegen Pläne
  • Bezirksregierung muss nun entscheiden

Durch das Wohngebiet führen bereits Hochspannungsleitungen. Die künftigen sollen aber deutlich mehr Strom transportieren, nämlich 380 statt jetzt 220 Kilovolt. Eine neue Höchstspannungsleitung mitten durch ein Wohngebiet in Hagen-Hohenlimburg - nach Ansicht der Stadt geht das ganz und gar nicht. Das hatte im vorigen Jahr zumindest der Rat der Stadt Hagen beschlossen.

Diskussion seit fünf Jahren

Seit mehr als fünf Jahren wird in Hohenlimburg darüber diskutiert, auf welcher Trasse der Dortmunder Netzbetreiber Amprion seine neue 380-Kilo-Volt-Leitung verlegen soll. Es geht um Masten, über die künftig Windstrom von der Nordsee nach Süddeutschland transportiert werden soll.

Zwei Kilometer der Strecke führen durch Hagen-Hohenlimburg

Variante eins, die Amprion nun plant: Die neue Trasse würde da verlaufen, wo heute schon Hochspannungsleitungen hängen – nämlich durch ein Wohn- und Gewerbegebiet. Dagegen wehren sich sowohl Anwohner, Politiker und Hagener Stadtverwaltung.

Stromtrasse durch Siedlung "nicht zumutbar"

Begründung: Das betroffene Wohngebiet in Hagen sei zu dicht besiedelt, weshalb eine Starkstromleitung "nicht zumutbar" sei. Die Stadt hat vorgeschlagen, den Bau einer Parallel-Trasse durch ein angrenzendes Wald- und Naherholungsgebiet zu prüfen.

Landschaftsbeirat lehnt Trasse im Wald ab

Nun muss die Bezirksregierung in Arnsberg entscheiden, ob sie die Höchstspannungstrasse durch ein dicht besiedeltes Wohngebiet genehmigen kann.

Stand: 25.01.2018, 11:28