Mangelware bezahlbares Wohnen - Protestwoche gestartet

Zelte in der Dortmunder Fußgängerzone mit Protestplakaten

Mangelware bezahlbares Wohnen - Protestwoche gestartet

  • Lage wird für Mieter immer schlechter
  • Landesweite Aktion startete in Dortmund
  • Proteste in mehreren NRW-Städten

In manchen Städten können sich auch Durchschnittsverdiener keine Wohnung mehr leisten. Die Lage wird für Mieter eher schlechter als besser – auch im Ruhrgebiet. In Dortmund startete deswegen am Montag (01.04.2019) eine landesweite Aktionswoche für bezahlbaren Wohnraum. In der Dortmunder Innenstadt wurde dafür eine symbolische Zeltstadt aufgebaut.

Was tun gegen Wohnungsmangel?

WDR 5 Tagesgespräch 21.09.2018 45:36 Min. WDR 5

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Unterschriften für Petition

Das Bündnis "Wir wollen wohnen" sammelt in der Dortmunder Innenstadt Unterschriften für eine Petition. Mehrere Sozialverbände, Gewerkschaften und der Mieterbund beteiligen sich an der Aktion. Sie alle wollen jetzt die NRW-Landesregierung in Sachen Wohnungspolitik in die Pflicht nehmen.

Kleine satirische Einlagen begleiten das Programm: Zwei Schauspieler boten als "Makler" und "Vermieter" kleine Wohnungen zu überteuerten Preisen an, wie eine Sprecherin des Deutschen Mieterbundes NRW erklärte.

Samstag Demonstration in Köln

Protestiert wird nicht nur in Dortmund. Auch in anderen NRW-Großstädten sind bis zum 9. April 2019 Aktionen geplant. Und es soll am Samstag (06.04.2019) eine Demonstration in der Kölner Innenstadt geben, um gegen den "Mietpreiswahnsinn" in der Stadt zu protestieren.

Stand: 01.04.2019, 17:05

Kommentare zum Thema

10 Kommentare

  • 10 Walter G. 02.04.2019, 22:17 Uhr

    Erst werden über 2 Millionen Menschen einfach mal so ins Land gelassen, und nun wundert man sich, dass zu wenig Wohnungen da sind. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.

  • 9 Veit Julia 02.04.2019, 17:08 Uhr

    Wir mussten aus unserer Heimat wegziehen weil wir 4 Jahre lang nach einer Wohnung gesucht haben. Nun Leben wir in einer viel zu teuren Altbauwohnung, 80 km von der Heimat entfernt mit unseren Kids. Wir wollen aus dieser alten Wohnung raus aber es wird immer abgefuckter. ... Allein wenn ich lese 5000 Ablöse für irgendwelche Möbel..... Bezahlbarer Wohnraum muss her

  • 8 Anonym 02.04.2019, 06:30 Uhr

    Es gibt hat einfach genug Leute die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Geld, also kaufen die sich Wohnungen. Dann gibt's da eine weitere Gruppe, dass sind die Makler, die das wissen, folglich verlangen die entsprechend mehr Geld für die Wohnhäuser. Die Gruppe der Mieter muss dann halt als letztes die überteuerten Wohnungen abbezahlen. Aber die sind es teilweise auch selber schuld. Wenn ich von Leuten höre die vom Land unbedingt in die Stadt ziehen, sich dann aber über zu hohe Mieten beschweren, oder die Wohnung bei vielen inzwischen dreimal so groß sein muss wie noch in den 50er oder 60er.

  • 7 Karin Schmitz 01.04.2019, 21:49 Uhr

    Ich hab für die Mieter volles Verständnis, ich selber wohne in der City, die Mieten sind sehr hoch. Ich wohne seit 41 Jahren in der City, und weiß, wie teuer eine Wohnung ist.

  • 6 Bernd 01.04.2019, 20:58 Uhr

    Was soll das Geschrei. Schuld sind die Null-Zinsen der EZB. Warum soll es von Bedeutung sein ob die Mieten steigen. Warum gibt's keine Demos wegen der hohen Kaufpreise? Leben wir schon in einer 2 Klassen-Gesellschaft, oder warum werden hier immer nur die Mieter in Schutz genommen? Wenn der Kauf teuer ist, dann müssen auch die Mieten hoch sein, sonst kommt das Geld ja nie wieder rein.

    Antworten (1)
    • Monika B. 01.04.2019, 21:41 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 5 Axel 01.04.2019, 17:10 Uhr

    In meiner Gegend sehe ich ständig Schilder mit der Aufschrift „Hier entstehen Luxuswohnungen“. Wer baut eigentlich nich für das Volk?

  • 4 Manfred 01.04.2019, 15:54 Uhr

    Mindestlöhne von unter 10 € zahlen, aber luxuriöse Mieten für gewöhnliche und unterdurchschnittliche Wohnungen zahlen. Das passt wirklich hervorragend....

  • 3 Raubtierkapitalismus pur! 01.04.2019, 12:36 Uhr

    Die in sittenwidriger Weise explodierenden Mieten sind einfach die natürlichen Auswüchse des Rauptierkapitalismus - des alternativlosen und besten aller Systeme. Des Systems, das wir ja alle so sehr wollen, dass alle, die dagegen sind, als "gegen die Demokratie", als "Kommunisten" diffamiert werden. In diesem Fall ist es die Schere zwischen Arm und Reich, die Scharen von Investoren produziert, die nicht wissen, wo sie ihr Geld noch "für sich arbeiten lassen" sollen und jeden Bereich der Gesellschaft in eine Spekulantenbörse verwandeln. Wenn wir nicht an den Wurzeln rühren wollen - wird es immer schlimmer! Aufwachen ... oder untergehen!

    Antworten (1)
    • Bernd 01.04.2019, 21:03 Uhr

      @Raubtierkapitalismus pur! : Es sind keineswegs die Bösen Kapitalisten sondern die Linken (EZB) in Europa, die (siehe andere Post) die Inflation "ankurbelen" wollen. Und was ist daran so schlimm, daß die Menschen ihre Geld dafür nutzen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Im übrigen bedeuten steigende Löhne auch steigende Preise. Es wird vielmehr Zeit, daß die Gewerkschaften abgeschaft werden, da sie der EZB helfen, unsere Ersparnisse kaputt zu machen. Also bitte auf die Richtigen schimpfen.

  • 2 hoe'oe 01.04.2019, 12:33 Uhr

    Mich hat sehr gewundert, daß in Duisburg erst letzte Woche große Wohnhäuser mit etlichen hundert Wohnungen einfach gesprengt und abgerissen wurden, während viele Menschen gerade auch im Ruhrgebiet verzweifelt bezahlbaren Wohnraum suchen. Stattdessen soll dort eine Parkanlage entstehen. Das ist zwar schön, aber nützt den Wohnungssuchenden nichts. Kann mir das jemand plausibel erklären?

  • 1 Raubtierkapitalismus pur! 01.04.2019, 12:18 Uhr

    Das sind einfach die natürlichen Auswüchse des Rauptierkapitalismus - des alternativlosen und besten aller Systeme. Des Systems, das wir ja alle so sehr wollen, dass alle, die dagegen sind, als "Kommunisten" diffamiert werden. In diesem Fall ist es die Schere zwischen Arm und Reich, die Scharen von Investoren produziert, die nicht wissen, wo sie ihr Geld noch "für sich arbeiten lassen" sollen und jeden Bereich der Gesellschaft in eine Spekulantenbörse verwandeln. Wenn wir nicht an den Wurzeln rühren wollen - wird es immer schlimmer! Aufwachen!