AirBnB und Dortmund einigen sich bei "Bettensteuer"

AirBnB - Zimmervermittlung

AirBnB und Dortmund einigen sich bei "Bettensteuer"

  • AirBnB überweist "Bettensteuer" künftig direkt
  • Rund 400 Unterkünfte in Dortmund
  • Stadt ist Vorreiter in Deutschland

Als erste deutsche Stadt hat Dortmund eine Vereinbarung mit dem Internet-Vermietungs-Portal "AirBnB" geschlossen. Ab 2018 überweist AirBnB die fällige "Bettensteuer" direkt an die Stadt, teilte AirBnB am Donnerstag (26.10.2017) mit.

Steuern eintreiben war schwierig

Rund vierhundert Unterkünfte sind es zur Zeit in Dortmund, in Essen, Düsseldorf oder Köln sogar noch deutlich mehr: Sie alle kann man im Internet günstig bei Privatleuten mieten. Das freut die Reisenden, aber auch die Stadt will mitverdienen.

Seit einiger Zeit durchforsten Mitarbeiter des Dortmunder Steueramtes die Online-Angebote von Vermietern, um die fällige "Bettensteuer" in Höhe von 7,5 Prozent einzutreiben.

Diese Mühe können sie sich ab 2018 sparen: Dann überweist AirBnB bei jeder Buchung in Dortmund automatisch 7,5 Prozent Bettensteuer an die Stadt.

Gespräche mit anderen Städten

"Wir haben jetzt eine Steuergerechtigkeit. Und wenn es einen Weg gibt, diese zu erreichen, dann ist das ok", sagte Dortmunds Stadtsprecher Michael Meinders.

"Eine Vermietplattform wie AirBnB gehört zum urbanen Leben dazu. Sie ist ein Angebot, das vom Markt angenommen wird, dann müssen wir reagieren."

Bald weitere Vereinbarungen?

AirBnB hat nach eigenen Angaben eine ähnliche Einigung mit bislang mehr als 310 Städten und Kommunen weltweit geschlossen. Auch in Deutschland gebe es weitere Gespräche. Man sei mit mehreren Kommunen "über eine solche Vereinbarung im Austausch, auch in NRW", sagte ein Firmen-Sprecherin. "Jedoch haben uns die entsprechenden Städte gebeten, hierüber noch Vertraulichkeit zu bewahren." Köln und Münster bestätigten laufende Gespräche mit AirBnB. In Essen und Düsseldorf ist eine "Bettensteuer" derzeit kein Thema.

Stand: 26.10.2017, 17:47