Ärger um Schulbustickets in Hamm

Nahmaufnahme Ruhrbahn-Bus

Ärger um Schulbustickets in Hamm

Von Christian Hoch

  • 60 bis 70 Schüler bekommen kein kostenvergünstigtes Busticket
  • Stadt Hamm schickt Brandbrief an Schulministerium NRW
  • Schulministerium prüft Brief gerade

Das NRW-Schulministerium prüft derzeit (11.10.2019) einen Brief der Hammer Stadtverwaltung. Darin fordert die Stadt eine Änderung der Schülerfahrkostenverordnung. Sonst könnte es sein, dass 60 bis 70 Schüler in Hamm die Schule wechseln müssen, damit sie ein kostenreduziertes oder kostenloses Busfahrticket bekommen.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und der Schulausschussvorsitzende Manfred Lindemann hatten das Schreiben am Montag (01.10.2019) nach Düsseldorf geschickt.

Kilometergrenze "problematisch"

Konkret sorgt eine Regel für Unverständnis: Laut Schülerfahrkostenverordnung (SchfkVo) erhalten Schülerinnen und Schüler nur dann ein kostenvergünstigtes oder kostenloses Busticket, wenn die nächstgelegene Schule mehr als 3,5 Kilometer vom Wohnort entfernt ist.

Stadt Hamm nennt Beispiele

Ein Beispiel: Ein Schüler soll vom Gymnasium auf die Realschule wechseln. Weil dort aber kein Platz ist, soll er auf eine weiter entfernte Schule gehen. Das Busticket wird in diesem Fall bezahlt. Im nächsten Jahr aber hat die nähergelegene Schule wieder Platz. Der Schüler muss erneut wechseln. Das günstige Busticket entfällt. Pädagogisch fragwürdig, meint die Stadt.

Brief wird im Ministerium gerade bearbeitet

Die Stadt geht derzeit davon aus, dass die Verordnung kurzfristig nicht geändert wird, will aber langfristig eine Änderung erreichen. Das Schulministerium in Düsseldorf hat auf Nachfrage bestätigt, dass das Thema derzeit bearbeitet wird. Konkret wollte sich ein Sprecher aber noch nicht zum Thema äußern.

Stand: 11.10.2019, 07:22

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