Hausbesitzer streitet mit Stadt um "Schmuddel-Tunnel"

Der Tunnel ist ständig verschmutzt und stinkt.

Hausbesitzer streitet mit Stadt um "Schmuddel-Tunnel"

Seit Jahren kämpft der Duisburger Jörg Löhning darum, dass der Fußgängertunnel neben seinem Haus sauberer und sicherer wird. Problemlösung der Stadt: Sie will den Tunnel an Löhning verkaufen.

Es ist dunkel und dreckig. Immer wieder liegt Müll in den Ecken, Uringeruch liegt in der Luft. Seit Jahren kämpft Jörg Löhning darum, dass der Fußgängertunnel neben seinem Haus in Homberg besser beleuchtet und häufiger gereinigt wird. Denn mitten in diesem Tunnel liegt der Eingang zu seinem Mehrfamilienhaus.

"Ein Kauf kommt nicht in Frage"

Jetzt scheint der Streit für den Hausbesitzer eine absurde Wendung zu nehmen: Die Stadt Duisburg hat ihm in einem Briefentwurf vorgeschlagen, den Fußgängertunnel selbst zu kaufen. Die Bezirksvertretung Homberg hat diesem Entwurf bereits zugestimmt. Von der Idee der Stadt erfahren habe Jörg Löhning eher zufällig. "Ein Kauf kommt für mich allerdings nicht in Frage, selbst für einem symbolischen Preis nicht", sagt er. Instandhaltung und Reinigung sei Aufgabe der Stadt.

Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann sieht allerdings auch Vorteile für den Hausbesitzer. "Durch die Umwidmung des öffentlichen Weges in einen Privatweg könnte der Tunnel mit Toren verschlossen und auch videoüberwacht werden." Nur Hausbesitzer und Mieter hätten dann Zugang.

Früher lebhaftes Zentrum, heute viel Leerstand

Der Fußgängertunnel verbindet seit den 1970er Jahren zwei Straßen eines früher lebhaften Geschäftszentrums. Inzwischen stehen in Homberg viele Geschäfte leer, der Verbindungstunnel ist überflüssig geworden.

Stand: 08.09.2020, 13:48

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