A2 bei Lünen: Illegalen Mülltransporten auf der Spur

Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg kontrollieren Müllcontainer.

A2 bei Lünen: Illegalen Mülltransporten auf der Spur

  • Groß angelegte Abfallkontrolle an der A2
  • Jeder fünfte Transport beanstandet
  • Abfälle oft falsch deklariert

Auf der A2 bei Dortmund hat die Bezirksregierung am Mittwoch (16.05.2018) erneut Abfalltransporte kontrolliert. Die Beamten wurden nicht nur bei der Ladung fündig. Es war eine großangelegte Aktion. Vierzig Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg und Kollegen vom Bundesamt für Güterverkehr und der Polizei kontrollierten rund 90 Abfalltransporte.

Denn mit illegalen Abfalltransporten läßt sich viel Geld verdienen, sagt Bernd Müller von der Bezirksregierung Arnsberg. "Immer wieder haben die LKW nicht das geladen, was in den Papieren steht. Auf diese Weise wollen Unternehmen Entsorgungskosten sparen."

Bauschutt statt Gummibälle

Im vergangenen Jahr ging den Kontrolleuren zum Beispiel ein Transport ins Netz, der statt der deklarierten Gummibälle Bauschutt geladen hatte. Außerdem erwischen die Kontrolleure immer wieder Fahrer, die Müll illegal über die Grenze bringen. Heute war das zum Beispiel ein LKW, der ohne Genehmigung aus den Niederlanden gekommen war.

Falsche Frachtpapiere

Knapp ein Fünftel der Transporte wurde von den Kontrolleuren beanstandet. In vielen Fällen waren die Papiere nicht korrekt ausgefüllt.

Bei den Kontrollen geht es aber nicht nur um illegalen Müll. Lenkzeiten werden genauso überprüft wie die Verkehrssicherheit der LKW. Viele sind in einem schlechten Zustand.

Auch wenn den Beamten nicht immer der ganz große Fisch ins Netz geht, sind weitere Kontrollen geplant. So wolle man den Druck auf die Unternehmer erhöhen, die illegal Müll entsorgen, sagt Bernd Müller.

Dass die Kontrollen auf der A2 bei Lünen stattfinden, hat natürlich einen Grund. Hier sitzen mehrere große Entsorgungsunternehmen.

Stand: 16.05.2018, 18:43