Mehr Geld: Abellio droht mit Einstellung des Zugbetriebs

Eine Frau besteigt einen Abellio-Zug.

Mehr Geld: Abellio droht mit Einstellung des Zugbetriebs

Das Bahn-Unternehmen Abellio droht mit der Einstellung des Zugbetriebs im Ruhrgebiet. Hintergrund sind Streitigkeiten ums Geld.

Abellio und die Eurobahn verlangen mehr Geld vom Land, um die Regionalbahn-Linien wirtschaftlich betreiben zu können. Einer der Gründe ist unter anderem die Bezahlung der Mitarbeiter. Lokführer werden immer teurer. Das liegt an neuen Tarifverträgen, aber auch am Fachkräftemangel. Neue Lokführer können nur mit hohen Gehältern angeworben werden.

Hohe Strafen für Verspätungen

Außerdem sorgen die vielen Baustellen auf den Bahnstrecken dafür, dass die Bahnen häufig nicht pünktlich sind. Die Abellio und die Eurobahn müssen aber für die Verspätungen hohe Strafen bezahlen. Schon seit einem Jahr wird über mehr Geld für die Bahnunternehmen gesprochen. Bisher aber ohne Erfolg.

VRR hatte Abellio im Mai abgemahnt

Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr hat das Verkehrsunternehmen Abellio Rail NRW bereits Mitte Mai 2020 schriftlich abgemahnt. Auf den von Abellio betriebenen S-Bahn-Linien entsprechen die Leistungen nicht den in Verträgen vereinbarten Leistungen, schrieb der VRR. Immer wieder komme es zu erheblichen Zugausfällen, Verspätungen und massiven Einschränkungen des Angebots.

Abellio betreibt unter anderem auch den Regionalexpress 1 von Hamm nach Köln. Die Eurobahn fährt unter anderem die Strecke zwischen Dortmund und Soest.

Stand: 13.10.2020, 08:40