Verfüllung der A44 dauert länger

Baugrunduntersuchung an der A44

Verfüllung der A44 dauert länger

Die Arbeiten auf der A44 dauern länger als erwartet. Mindestens bis zum 06.12.2020 bleibt die Autobahn zwischen dem Kreuz Dortmund/Witten und der Abfahrt Witten-Annen in Fahrtrichtung Bochum voll gesperrt.

Am 9. Oktober war auf diesem Abschnitt der Autobahn ein Hohlraum entdeckt worden. Und es wurden weitere Hohlräume unter der Fahrbahn gefunden. Gleichzeitig wird das Autobahnkreuz Dortmund/Witten umgebaut.

Früher war hier oberflächennaher Bergbau betrieben worden. Auch an der Trasse, auf der in den 1960er Jahren die A44 gebaut worden ist, hat es Bergbau bis knapp unter die Tagesoberfläche gegeben. Neben dem offiziellen Bergbau gab es auch "wilden Abbau", der nicht registriert wurde.

Hohlraum groß wie ein Haus

"Das wusste man damals auch, aber nach dem Stand der Technik wurden bekannte Hohlräume dann mit Betonplatten überdeckt oder mit Schotter verfüllt", sagt Rainer Hüsken, Vermessungs-Ingenieur von Straßen.NRW in Hamm. Und tieferliegende Hohlräum brachen teilweise erst später ein.

Die Spezialisten fanden nun ein Loch, das annähernd so groß ist wie ein kleines Einfamilienhaus. Insgesamt 800 Tonnen flüssiges Füllmaterial haben die Spezialisten bislang in die Hohlräume unter der A44 gepumpt - deutlich mehr als erwartet.

Umbau des Kreuzes geht schneller

Damit kein Loch übersehen wird, mussten die Untersuchungen ausgeweitet und in kleineren Abständen Probebohrungen durchgeführt werden. Der Verkehr auf der Autobahn soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. "Wir bohren zum Beispiel vom Standstreifen aus schräg unter die Fahrbahn", sagt Hüsken.

Umbau des Kreuzes Dortmund/Witten

Die Vollsperrung nutzt Straßen.NRW derzeit, um das Autobahnkreuz schneller in ein Autobahndreieck umzubauen. Denn der ursprünglich geplante Weiterbau nach Osten wurde aufgegeben. Nun wird aus dem "Kleeblatt" eine "Trompete". Wegen der aktuellen Sperrung kann "eine bereits eingeplante Vollsperrung zu einem späteren Zeitpunkt wegfallen", sagt Projektleiter Michael Neumann.

Stand: 25.11.2020, 16:56