600 neue Polizeischüler*innen in Selm

Polizeischule begrüßt neue Polizeischule

600 neue Polizeischüler*innen in Selm

Von Philip Raillon

  • Über 600 angehende Polizist*innen in Selm
  • Land stellte so viele Anwärter ein wie noch nie
  • Auszubildende zum ersten Mal in Uniform

Aufgeregt sitzen die über 600 angehenden Polizist*innen in der Mensa der Selmer Polizeischule. Am Montag (20.01.2020) beginnt dort für sie der Praxisteil ihrer dreijährigen Ausbildung. Dafür schlüpften sie erstmals in ihre blauen Uniformen. "Fühlt sich toll an", beschreibt Kommissaranwärterin Maria-Sophie Hopf.

Die Euphorie wird aber nicht bei allen Auszubildenden anhalten. Im Schnitt schaffen über 16 Prozent der Anwärter nicht den Sprung in den Dienst. Etwa, weil sie nicht sportlich genug sind oder sich andere Fehler in der Ausbildung leisten. Und das, obwohl sie schon zu den Guten zählen: Sie sind die besten von elftausend Bewerbern.

Ein Drittel der Anwärter sind weiblich

Der Jahrgang ist eine bunte Auswahl verschiedenster Nationalitäten. In diesem Jahr sind zum ersten Mal auch künftige Polizist*innen mit syrischen, mazedonischen und iranischen Wurzeln dabei. Über ein Drittel der Studierenden ist weiblich.

Maria-Sophie Hopf und ihre Kollegen haben im letzten halben Jahr nur an den Polizeihochschulen gepaukt. In Selm üben sie: Den Umgang mit der Waffe oder das Durchführen von Verkehrskontrollen.

Nächste Station: Polizeipraktikum

Vier Wochen dauert dieser erste Praxisblock. Für die 600 angehenden Kommissare geht es danach in ein Praktikum bei einer Polizeidienststelle - und damit auch gleich auf die Straße. Angst habe sie davor keine, sagt Maria-Sophie Hopf. Sie fühle sich bei der Polizei gut vorbereitet - trotz zunehmender Übergriffe auf Einsatzkräfte.

Stand: 20.01.2020, 16:44