Polizei Recklinghausen warnt nicht mehr vor Blitzern

Aus einem  Aus einem zivilen Fahrzeug heraus wird  "geblitzt".

Polizei Recklinghausen warnt nicht mehr vor Blitzern

  • Polizei gibt nicht mehr bekannt, wo sie blitzt
  • Kreis gibt Standorte aber weiterhin bekannt
  • Vorgabe des Innenministeriums nicht bindend

Die Polizei informiert Autofahrer im Kreis Recklinghausen seit Dienstag (19.03.2019) nicht mehr über Blitzer-Standorte. Temposünder könnten am besten erwischt werden, wenn die Kontroll-Standorte nicht bekannt gegeben würden, sagt Innenminister Herbert Reul. Zu schnelles Fahren sei die Hauptursache bei Verkehrsunfällen.

Polizei und Kreis sind sich nicht einig

Die Vorgabe aus dem Innenministerium ist allerdings nicht bindend. Während die Polizei im Kreis Recklinghausen sich danach richtet, geben der Kreis und die Städte die Blitzer-Standorte weiterhin bekannt, so dass sich Autofahrer trotzdem weiter über Blitzer informieren können – nur eben nicht mehr direkt bei der Polizei. "Wir ändern erstmal nichts und warten auf einen verpflichtenden Erlass aus Düsseldorf", sagt Kreissprecher Jochen Manz.

Die Polizei Dortmund veröffentlicht weiterhin, wo sie blitzt. "Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass Autofahrer langsamer und bewusster fahren, wenn wir die Kontrollen ankündigen", erklärt Sven Schönberg von der Polizei Dortmund. Auch in Hagen bleibt die Polizei bei der bisherigen Strategie und hält die Blitzer-Informationen für eine gute Präventionsmaßnahme.

Stand: 19.03.2019, 13:01