Erster RRX-Zug am Sonntag gestartet

Ein neuer RRX fährt steht im Hauptbahnhof Düsseldorf

Erster RRX-Zug am Sonntag gestartet

  • RRX feiert in Dortmund Premiere
  • 15 neue Züge verkehren zwischen Düsseldorf und Kassel
  • Geschätzte Kosten von 1,7 Milliarden Euro
Kommentare (14)

Seit Sonntag (09.12.2018) können Bahnfahrer regulär mit Zügen des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) fahren. Seitdem rollen auf der Linie RE11 zwischen Düsseldorf und Kassel 15 neue Züge - der erste verließ um 6.21 Uhr den Bahnhof Dortmund. Damit startete die Vorlaufphase eines der wichtigsten Nahverkehrsprojekte in Nordrhein-Westfalen.

Rhein-Ruhr-Express kommt ins Rollen

WDR 5 Morgenecho - Interview | 07.12.2018 | 03:50 Min.

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Abschluss der Arbeiten nicht vor 2030

Dafür hat die Deutsche Bahn zum Fahrplanwechsel am Sonntag den Betrieb der Linie RE11 an den privaten Bahnbetreiber Abellio übergeben. Nach der ersten Zugfahrt meldete das Unternehmen am Sonntagmorgen einen reibungslosen Verlauf: "Alles pünktlich, alles ohne Komplikationen", sagte Sprecherin Julia Limia y Campos. Bei der ersten Zugfahrt seien etwa 50 Fahrgäste an Bord gewesen.

Abellio plant, mit dem RRX die Städte Köln und Dortmund im 15-Minutentakt zu verbinden. Bis es soweit ist, vergehen aber noch Jahre. Dazu muss zunächst die Strecke aufwendig ausgebaut werden. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird nicht vor 2030 gerechnet.

Seit Sonntag fahren tagsüber nun aber schon stündlich Züge von Düsseldorf durch das Ruhrgebiet in Richtung Kassel und zurück. Allerdings fahren nicht alle Bahnen die komplette Strecke. Damit bleibt der bisherige Fahrplan gültig.

Mehr Komfort und Platz

Verbesserungen für die Fahrgäste versprechen Bahnbetreiber und Zughersteller trotzdem schon jetzt: So sollen die Züge mehr Menschen Platz und mehr Komfort bieten. Dazu gehören mehr Sitzplätze in den Waggons, kostenloser Zugang zum WLAN und besserer Handyempfang in den Zügen. Durch ein vorausschauendes Wartungssystem will Siemens zudem Zugausfälle vermeiden.

Vier weitere Linien folgen

Nach dem RE11 sollen vier weitere Linien an Rhein und Ruhr mit RRX-Zügen bestückt werden. Neben Abellio beteiligt sich auch National Express ab Juni 2019 an diesem sogenannten Vorlaufbetrieb.

Insgesamt wird Siemens 82 Züge liefern und dauerhaft für deren Wartung und Reparatur zuständig sein. Kosten für den Gesamtauftrag: 1,7 Milliarden Euro.

Stand: 09.12.2018, 12:05

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 Norbert 09.12.2018, 15:47 Uhr

    Vor einiger Zeit befuhr ein Gebiet zwischen Essen, Duisburg und Düsseldorf 17 Gesellschaften zum Teil auf Linien die es heute nur noch als Radwege gibt. Wenn ich dann lese das Siemens eine Milliarde investiert und für drei Stationen drei Linien im Einsatz sind weiß ich wie das ausgeht - es kommt nicht eine Bahn. Manch einer guckt neidisch in den Osten. Aber auch da gibt es so Pseudo-Lösungen wie die Schnellstrecke während sich andere Hauptstrecken von Halle nach Leipzig verlagert haben oder Eisenach, Meiningen, Suhl früher mal einen Städteexpress/IC/D-Zug nach Berlin hatten und heute einen Bummelzugbetrieb.

  • 13 Friedhelm 09.12.2018, 14:33 Uhr

    Münster wird natürlich nicht angebunden. Dafür aber Kassel.... Der Grund: Das einspurige Gleis nach Münster. Da in einer Laberdemokratie ohne Volksabstimmungen (siehe ÖPNV in der Schweiz) ja nichts mehr umsetzbar ist, tun die Chinesen gut daran, ihr Land auf Topstandard zu bringen, bevor auch dort alles nur noch zerredet werden wird. Wer handeln will, hat keine Change, müsste auch Friedrich März nun erkennen.

  • 12 Bahnfahrer 09.12.2018, 14:03 Uhr

    Sie könnten mit den Benzinkosten im richtigen Bereich liegen aber sie vergessen die Fixkosten die entstehen auch ohne dass sie sich mit ihrem Auto von der Stelle bewegen. Aber eine Abhilfe würde vielleicht ein Monatsticket sein dieses kann ein wahres Einsparpotential bieten. Ich gebe ihnen vollkommen recht das eine Bahnfahrt von Dortmund nach Düsseldorf viel zu teuer ist. Meines Erachtens wäre ein Ticketpreis von 8€ für den gesamtem VRR Verbund und den GANZEN TAG gerechtfertigt. Dann würden vielleicht mehr die Autos stehen lassen. Vielleicht wären sie dann ja sogar im Zug anzutreffen. Nur dann müsste der Bund/Land Gelder zustoßen. Da der VRR diese Verluste der Einnahmen sicherlich ohne diese Zuwendungen nicht ausgleichen kann und die Kommunen die Verluste der kommunalen Verkehrsbetriebe auch nicht ausgleichen könnten wird sich dieses auch nicht ändern ausser es wird von oben gewünscht. Und zusätzlich müsste in die Bahn Infrastruktur mehr investiert werden

  • 11 Jörg 09.12.2018, 12:48 Uhr

    Auto fahren ist Individualverkehr. Damit kann der ÖPNV nur konkurrieren, wenn es gute Verbindungen und hohe Taktungen gibt. Da ist der RXX schon mal ein Ansatz. Er muss aber Hand in Hand mit P+R gehen. Was nützen hohe Taktungen an Bahnhöfen, die ich innerstädtisch nur ein einem Zeitrahmen erreiche, wo ich mich dann gleich sofort in den Stau stelle. Züge müssen dort halten, wo die Menschen wohnen. Das sind nun mal die Vorstädte. Beim RE2 und Münster-Albachten hat es gefühlte Jahrzehnte gebraucht, bis die Bahn das begriffen hat. Ich hoffe beim RXX geht sowas schneller.

  • 10 Marcel Oberliesen 09.12.2018, 12:12 Uhr

    Bringt alles nichts, wenn die Bahn nur auf den ICE Strecken (zb München - Berlin) investiert und andere Gebiete links liegen lässt. Die Bahn kannst du echt total vergessen.

  • 9 Herman Mitrs- 09.12.2018, 11:21 Uhr

    Ich sage nur Eurobahn pünktlichkeit. Ha.Ha. Es gibt nur das Auto....

  • 8 karl arsch 09.12.2018, 11:18 Uhr

    Hoffentlich fallen die auf die schn.......

  • 7 Anonym 09.12.2018, 10:27 Uhr

    Und alle großen Leute werden sich freuen, wenn sie sich in den neuen Doppelstockwagen an jeder Ecke den Kopf stoßen. Was für eine Fehlplanung....

  • 6 Kolja Opitz (Plettenberg/Hamm/Köln) 09.12.2018, 09:47 Uhr

    So, die Siemens-Züge des Typs Desiro HC sind anzugstärker als andere Zugarten. Und deswegen werden auf der maroden Schieneninfrastruktur weniger Verspätungen eingefahren? Bis die - für Verspätungen größtenteils verantwortliche - Infrastruktur instandgesetzt und ausgebaut ist, vergehen noch Jahrzehnte! Den explodierenden ÖPNV-Wachstumspotentialen, die durch Fahrverbote, ambitionierte CO2-Ziele sowie eine rückständige Telekommunikationsinfrastruktur noch verstärkt werden, ist durch diese kleinstaatlichen Massnahmen nichts entgegenzusetzen.

  • 5 Nahverkehr 09.12.2018, 08:44 Uhr

    Wenn keine besoffenen Fussballfans, Kegelclubs oder Jungesellen/-Innenabschiede im Zug unterwegs kann man wunderbar im Zug arbeiten und seine effektive Arbeitszeit erhöhen. Ich freu mich auf die neuen Züge und die verbesserten Strecken. Besser spät als nie.

  • 4 B.Giertz 08.12.2018, 10:33 Uhr

    das alles ändert nichts daran dass der Nah- + Regional-Verkehr zu teuer ist !

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