Rosenmontagszüge "ungewöhnlich ruhig verlaufen"

Die Polizei beim Rosenmontagszug in Köln

Rosenmontagszüge "ungewöhnlich ruhig verlaufen"

  • Relativ ruhiger Verlauf der Festzüge
  • Vergewaltigung in Niederkassel-Mondorf
  • Schwere Unfälle in Aachen und St. Tönis
  • Mann in Köln bereits Sonntag lebensgefährlich verletzt

Die Rosenmontagszüge in Köln und und Düsseldorf sind ungewöhnlich ruhig verlaufen. Das teilte die Polizei am Dienstag (05.03.2019) mit. Größere Einsätze habe es nicht gegeben.

"Wir hatten ein paar kleine Schlägereien und hilflose Personen, was man halt von Rosenmontag her so kennt", sagte ein Polizeisprecher aus Düsseldorf. Grundsätzlich sei es aber ruhiger als in den Vorjahren gewesen.

53 Platzverweise in Düsseldorf

In Düsseldorf mussten die Beamten am Rosenmontag bis 18 Uhr insgesamt 53 Personen wegen nicht näher genannter Vergehen einen Platzverweis erteilen. Weil sie randaliert hatten, mussten fünf Feiernde den Rosenmontag in Polizeigewahrsam verbringen. Insgesamt 1.000 Beamte waren im Einsatz.

Die Kölner Polizei gab am Dienstag Details eines Vorfalls bekannt, der sich bereits am Sonntagabend (03.03.2019) ereignete: Ein 21-jähriger Karnevalist wurde bei einer Schlägerei in der Innenstadt lebensgefährlich verletzt. Er sei gemeinsam mit seinen Begleitern in einen Streit mit einer Gruppe unkostümierter Männer geraten und verprügelt worden. Er kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Die Polizei sucht Zeugen.

Vergewaltigung nach Rosenmontagszug

In Niederkassel-Mondorf wurde nach Angaben der Polizei vom Dienstag ein junges Mädchen vergewaltigt. Demnach ist die Tat im Anschluss an den Rosenmontagszug in Mondorf passiert. Vorläufig festgenommen wurde ein 18-jähriger Tatverdächtiger aus Bad Honnef. Er ist seit Dienstagnachmittag wieder auf freiem Fuß, gegen ihn wird laut Polizei aber weiter ermittelt.

Die Spurensicherung der Polizei hat die Umgebung des Tatortes weiträumig auf Hinweise durchsucht. Die Ermittler erhoffen sich neue Erkenntnisse, wenn das Opfer zu der Tat befragt werden kann.

Feiernder fällt aus dem Fenster

Die Aachener Polizei registrierte einen schweren Unfall mit zwei Schwerverletzten. Am Rande des Rosenmontagzugs war ein 24-Jähriger aus einem Fenster gestürzt und sieben Meter tief gefallen. Dabei begrub er eine 34 Jahre alte Frau unter sich. Beide kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Laut Polizei hatte der junge Mann versucht, auf eine Brüstung zu springen und hatte sein Ziel verfehlt.

In St. Tönis bei Krefeld wurde eine 16-Jährige durch eine Konfettikanone im Gesicht schwer verletzt. Die Kanone sei in unmittelbarer Nähe abgefeuert worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Jugendliche kam in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Bis auf vereinzelte Sachbeschädigungen und Körperverletzungen sei es tagsüber auch in Aachen und Krefeld ruhig geblieben, hieß es, gleichlautende Meldungen gab es aus Bielefeld.

Stand: 05.03.2019, 18:26

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