Essener Wohnhaus nach Rissen weiter unbewohnbar

Essener Wohnhaus nach Rissen weiter unbewohnbar

  • Räumungen wegen Fassadenrissen in Essen
  • Bewohner wieder zurück in ihren Wohnungen
  • Probebohrungen könnten Aufschluss geben

Nachdem in Essen mehrere Wohnhäuser wegen Rissen an den Fassaden geräumt wurden, sind die meisten Bewohner wieder zu Hause. Das wegen Rissen in den Wänden geräumte Wohnhaus in Essen bleibt jedoch weiterhin unbewohnbar.

Ein Riss in einem Bordstein in Essen-Frintrop

Ein Riss in einem Bordstein in Essen-Frintrop

Seit Samstag (11.08.2018) hätten sich die Schäden leicht vergrößert. Man müsse warten, bis die Ursache geklärt sei, sagte eine Sprecherin der Stadt Essen am Mittwoch (15.08.2018).

Weitere Untersuchungen geplant

Am Dienstag setzte die Stadt ein spezielles Geo-Radargerät ein, um die Ursache der Risse nachzuvollziehen. Damit wurden Bilder vom Untergrund bis zu einer Tiefe von sieben Metern gemacht. Diese haben jedoch keine Hohlräume oder Auffälligkeiten aufgezeigt, so die Stadt Essen.

Am Freitag (17.08.2018) sollen weitere Kontrollen stattfinden. Für Montag sind Untersuchungsbohrungen auf dem Grundstück geplant. Für die Bewohner ist die Situation beängstigend, denn sogar im Inneren einiger Häuser Risse sichtbar sind.

Terrassenboden abgesackt

Die ersten Risse waren am Freitag (10.08.2018) bei insgesamt sechs Häusern und drei kleineren Bauten Schäden entdeckt worden. Auf einer Terrasse und dem Gehweg ist der Boden leicht abgesackt. Die Feuerwehr hat die Häuser kontrolliert.

Die gute Nachricht: Sie sind in den letzten Tagen nicht größer geworden. Ein Haus bleibt weiterhin unbewohnbar. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass die Risse Folgen des Bergbaus oder der langen Trockenheit sind. Die Stadtwerke haben eine Beschädigung an Gas- und Wasserleitung, sowie an einem Abwasserkanal als Ursache ausgeschlossen.

Stand: 15.08.2018, 13:15