Stiftung will Zukunft von Kölner Odysseum sichern

Eingang des Wissenschaftsmuseums Odysseum mit dem Schriftzug Odysseum

Stiftung will Zukunft von Kölner Odysseum sichern

  • Stiftung Wissenschaft will Betrieb erhalten
  • Umbau im nächsten Jahr geplant
  • Weitere Fokussierung auf "MINT"-Bildung

Das finanziell angeschlagene Wissenschaftsmuseum „Odysseum“ im Kölner Stadtteil Kalk bekommt ein neues Konzept. Die „Stiftung Wissen“ der Sparkasse Köln-Bonn will so den Betrieb erhalten und die Zukunft des Museums sichern. Die Gremien der Stiftung haben sich am Donnerstag (28.11.2019) in ihrer Kuratoriumssitzung darauf verständigt.

Derzeit pumpt die Stiftung jedes Jahr mindestens zwei Millionen Euro im Jahr in das Museum, damit der Betrieb weitergehen kann. Große Sonderausstellungen zahlt im Moment der private Betreiber, weil die Eintrittsgelder insgesamt nicht reichen, das Museum zu finanzieren.

Diskussionen in Kölner Politik

Die SPD hatte ein Engagement der Stadt gefordert. Die Idee: Eine Zusammenarbeit von Stadt,  Sparkassen-Stiftung, dem Betreiber und möglichen Investoren. Die Befürchtung: Wenn ein privater Investor das Museum übernimmt, bekomme es einen Event-Charakter, sei weniger ein Lernort für Naturwissenschaften und Technik. Doch der Schulausschuss des Rates sprach sich gegen ein Engagement der Stadt aus.

Odysseum wird umgebaut

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Kinder bei einer Ausstellung im Odysseum

Die Stiftung Wissenschaft hat nun erklärt, den „Science Center“-Bereich im Museum weiter betreiben und ausbauen zu wollen. Das Museum soll – wie auch jetzt – einen außerschulischen MINT-Bildungsort bieten. Zielgruppe seien Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren.

Die Stiftung verspricht günstige Eintrittspreise. Die Ausstellung soll ein neues Konzept bekommen. Dafür wird das Odysseum nächstes Jahr nach dem Sommer einige Zeit geschlossen und umgebaut. Die Wiedereröffnung plant die Stiftung im Herbst.

Über die künftige Finanzierung wollte die Stiftung Wissen nicht keine Auskunft geben. Gespräche mit potentiellen neuen Partnern seien noch nicht ganz abgeschlossen. Auch wer diese sind, ließ die Stiftung offen.

Stand: 29.11.2019, 15:28

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