Dormagen: Verhandlungen um Zuckerfabrikgelände gescheitert

Das Zuckerfabrikgelände in Dormagen.

Dormagen: Verhandlungen um Zuckerfabrikgelände gescheitert

  • Stadt fühlt sich unter Druck gesetzt
  • Edeka wolle Marktpräsenz ausweiten
  • Keine Genehmigung für Pkw-Stellplatz

Die Verhandlungen zwischen der Stadt Dormagen und der Supermarkt-Kette Edeka um das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik sind gescheitert. Das teilte die Stadt Dormagen am Montag (20.05.2019) auf einer Pressekonferenz mit.

Stadt wollte Grundstücke tauschen

Seit fünf Jahren verhandeln die Stadt und der Grundstückseigentümer, die Edeka-Immobilienverwaltung. Eigentlich wollte die Stadt die 120.000 Quadratmeter große Brachfläche gegen drei andere Grundstücke tauschen.

Edeka würde aber nur und erst dann tauschen, wenn sie die drei Grundstücke entsprechend ihren Vorstellungen planen und bebauen dürfte, so die Stadt. Das könne aber nicht die Stadt, sondern nur die Bezirksregierung Düsseldorf entscheiden - und zwar nach dem Tausch.

Neue Arbeitsplätze und Belebung der Innenstadt

Auf dem Zuckerfabrikgelände wollte die Stadt Gewerbebetriebe ansiedeln, kleine Handwerkerhöfe und Bürogebäude. Dadurch wären Arbeitsplätze entstanden, und die Innenstadt wäre belebt worden. Doch Edeka knüpfte den Kauf an Bedingungen.

Das Unternehmen hat das Ziel, seine Marktpräsenz in Dormagen auszubauen, mit mindestens 4.000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche und einem Getränkemarkt mit noch einmal 800 Quadratmetern.

Nicht an den Tauschflächen interessiert

Da bei einer solchen Marktpräsenz möglicherweise andere Supermärkte schließen müssten, ist eine Zusage der Düsseldorfer Bezirksregierung unwahrscheinlich. Deshalb sei Edeka auch nicht an den drei Tauschflächen interessiert.

Kein Stellplatz für Autos

Edeka möchte jetzt auf dem Gelände einen Stellplatz für Autos bauen, was die Stadt abgelehnt hat. Gegen diese Entscheidung hat das Unternehmen Klage eingereicht.

Stand: 20.05.2019, 17:38