Zu wenige Blutspenden wegen Grippewelle

Ein Beutel mit Spenderblut wird in die Kamera gehalten.

Zu wenige Blutspenden wegen Grippewelle

  • Krankenhäuser melden Engpass
  • Ganz NRW betroffen
  • Zusätzliche Spendetermine

Die Grippewelle der vergangenen Wochen sorgt bei den Blutspendediensten landesweit zu massiven Engpässen. Krankenhäuser und Deutsches Rotes Kreuz melden weniger Spenden.

Viele wollen spenden, können aber nicht, so Krankenhäuser und Blutspendedienste. Derzeit erhalte man bis zu zwanzig Prozent weniger Spenden pro Tag, sagte ein Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West . Ein Kollaps stehe zwar nicht bevor, der Bedarf sei aber hoch. Alleine das DRK in NRW benötigt 3.000 Spenden am Tag. Zur Zeit können jedoch nur knapp 2.400 generiert werden. Auch die Aachener Uniklinik benötigt zwischen 120 und 150 Blutspender am Tag.

Ostern könnte Situation weiter verschärfen

Blutspender beim Blutspenden

Krankenhäuser und Blutspendedienste bieten an vielen Orten zusätzliche Spendetermine an, um die Nachfrage zu decken. Sie befürchten aber, vor allem mit Blick auf die bevorstehenden Osterferien, eine Verschärfung der Lage. Normalerweise wird der März genutzt, um die dezimierten Lagerbestände des zurückliegenden Winters aufzufrischen. Das ist aufgrund der weiterhin hohen Zahl der Grippeinfektionen jedoch kaum möglich.

Nur gesunde Spender werden genommen

Außerdem kommen viele Spender in die Krankenhäuser oder zu Spendeterminen, die selber erst kürzlich erkrankt waren. Sie müssen abgewiesen werden. Denn beim Blutspenden gilt: Wer in den vergangenen vier Wochen einen grippalen Infekt hatte oder noch ein Antibiotikum nimmt, ist von der Spende ausgeschlossen.

Grippewelle nicht vorhersehbar

Auf eine Grippewelle wie die der vergangenen Wochen können sich Blutspendedienste und Krankenhäuser kaum einstellen. Die Haltbarkeit der Konserven ist nämlich beschränkt. Sie halten nur 49 Tage.

Stand: 14.03.2018, 14:08