Stadt Köln geht gegen Schrotträder vor

Stadt Köln geht gegen Schrotträder vor Lokalzeit aus Köln 13.01.2020 Verfügbar bis 20.01.2020 WDR Von Maja Peters

Stadt Köln geht gegen Schrotträder vor

  • Stadt musste 2019 insgesamt 4700 Schrotträder beseitigen
  • Großer Aufwand für Ordnungsamt und Abfallwirtschaftsbetriebe
  • Langzeitarbeitslose arbeiten Räder wieder auf

Die vielen Schrotträder werden für die Stadt Köln zur Mammutaufgabe. Sie gammeln jahrelang an Fahrradständern oder Laternen vor sich hin und verschandeln das Stadtbild. Ärgerlich für manche Radler: Schrotträder blockieren oftmals auch die wenigen freien Abstellplätze.

Zahl der Schrotträder steigt

Viele kaputte Fahrräder stehen in der Kölner Stadt herum

Die Schrotträder sind ein großer Aufreger in Köln

Allein im vergangenen Jahr mussten Mitarbeiter der Stadt rund 4700 Schrottfahrräder in Köln entfernern. Das sind gut 900 mehr als im Jahr davor. Bevor die Mitarbeiter der Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) die Räder abmontieren können, müssen sie jeden Auftrag ganz genau prüfen. Es soll schließlich kein falsches Rad wegkommen. Wenn ein Fahrrad den Eindruck macht, dass es nicht mehr genutzt wird, klebt das Ordnungsamt einen gelben Zettel an das Rad. Steht es einen Monat später immer noch an derselben Stelle, kommt ein Stadtmitarbeiter mit der Flex. Übrigens: Die Stadt darf nur Räder wegräumen, die als funktionsunfähig gelten. Also wenn zum Beispiel der Rahmen kaputt ist oder die Reifen verformt sind. 30 bis 40 Räder kommen pro Schicht zusammen.

Teile der Räder werden wieder verwertet

Die eingesammelten Räder kommen schließlich zum Wertstoffhof des Umweltzentrums in Niehl. Da stehen sie nochmal zwei Wochen, falls sich ein Besitzer meldet. Danach landen die ganz kaputten Teile auf dem Schrott. Andere werden hier unter anderem von Langzeitarbeitslosen wieder aufgearbeitet und werden dann für einen kleinen Preis an Sozialhilfeempfänger abgegeben. So erfüllen die Schrotträder noch einen guten Zweck.

Stand: 14.01.2020, 07:06