Zoll kontrolliert Einhaltung des neuen Mindestlohns

Eine Zollbeamtin mit der Aufschrift "Zoll" auf ihrer Uniform ist von hinten zu sehen

Zoll kontrolliert Einhaltung des neuen Mindestlohns

Von Jochen Hilgers

  • Hundert Zollbeamte im Einsatz
  • Vom Bäcker bis zum Nobel-Bekleidungshaus
  • Kontrollen werden wiederholt

Bundesweit hat der Zoll heute die Einhaltung der Mindestlohnzahlungen kontrolliert. Alleine im Bereich des Hauptzollamtes Köln waren fast hundert Beamte im Einsatz.  Sie kontrollieren überwiegend den Einzelhandel, aber auch Wachdienste. Der WDR hat ein Team des Kölner Hauptzollamtes auf der Schildergasse  begleitet.

Zoll geht bewußt auffällig und für alle sichtbar vor

Die Teams des Zolls sind heute jeweils zu viert unterwegs. Ob im Einkaufszentrum im Vorort, beim Bäcker, im Kaufhaus in der Innenstadt oder bei Wachdiensten. Die Mitarbeiter des Kölner  Zolls können zwar nur stichprobenartig ihre Kontrollen durchführen. Sie agieren dafür aber auffällig und gut sichtbar. Zunächst nehmen sie sich ein Sportgeschäft vor und kontrollieren dann dann die Wachleute eines noblen Bekleidungsgeschäftes. Behördensprecher Jens Ahland erklärt dort den Einsatz. Vor allem im Sicherheitsbereich würden sich die Arbeitgeber häufig um die Zahlung des Mindestlohns drücken.

Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 9,35 €

Wie schon im vergangenen Jahr wurde auch jetzt zum 1. Januar der Mindestlohn angehoben. Bei dem Wachmann im Bekleidungsgeschäft in der Kölner Innenstadt ist alles in Ordnung.  Der Mitarbeiter des Wachdienstes hat ordnungsgemäß alle Papiere bei sich. Eine Nachfrage bei seinen Vorgesetzten oder Auftraggebern erübrigt sich damit.  Die Kontrolle verläuft in ruhigem Ton. Allein das Hauptzollamt Köln hat in Köln, Bonn oder Siegburg heute knapp hundert Leute im Einsatz.

Missbrauch vor allem im Dienstleistungsgewerbe

Nach den Erfahrungen der Zöllner drücken sich Arbeitgeber vor allem im Dienstleistungsgewerbe um den Mindestlohn. Darum will das Hauptzollamt Köln auch in Zukunft weiter auf Kontrollen setzen. Die Auswertung der heutigen bundesweiten Razzia wird noch einige Tage dauern.

Stand: 21.01.2020, 19:45