Bonner Landgericht: Haftstrafe wegen Zigarettenschmuggel

Angeklagte im Gerichtssaal des Bonner Landgericht

Bonner Landgericht: Haftstrafe wegen Zigarettenschmuggel

  • Zwei Angeklagte wegen Zigarettenschmuggels verurteilt
  • Illegale Ladung mit 22.500 Stangen Zigaretten
  • Ein Angeklagter bereits vorbestraft

Wegen Zigarettenschmuggels im großen Stil hat das Bonner Landgericht am Freitag (23.08.2019) zwei Angeklagte zu vier und viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die beiden Männer hatten im September 2016 den Transport mit unversteuerten Zigaretten aus Osteuropa ins Rheinland organisiert. Die illegale LKW-Ladung mit rund 22.500 Stangen Zigaretten - das sind 4,5 Millionen Stück - verkauften sie weiter an Dritte. Durch die gewerbsmäßige Steuerhehlerei ist ein Schaden von 670.000 Euro entstanden. 

Zollfahnder observierten den Transport

Der illegale Zigaretten-Schmuggel war von Zollfahndern observiert worden, allerdings konnten die Ermittler wegen Personalmangels nicht zugreifen und die Ware beschlagnahmen. Dennoch ist das Gericht durch eine Fülle von Indizien - untere anderem durch monatelange Telefonüberwachung und GPS-Daten - überzeugt, dass es den illegalen Transport gegeben hat.

Angeklagter schon vorbestraft

Beide Angeklagte hatten zu den Vorwürfen geschwiegen. Einer der beiden Männer ist zudem einschlägig vorbestraft. Das Landgericht Hagen hatte ihn bereits 2010 wegen gewerbsmäßiger Steuerhehlerei zu über sechs Jahren Haft verurteilt. Nach seiner vorzeitigen Haftentlassung auf Bewährung habe er nahtlos weitergemacht und den Zigarettenschmuggel erneut organisiert.

Stand: 23.08.2019, 14:15