Zigarettenkippen: Viele NRW-Städte erheben ein Bußgeld

Zigarettenkippen: Viele NRW-Städte erheben ein Bußgeld

  • Kippen auf Straßen und Plätzen
  • Viele NRW-Städte erheben Bußgeld
  • Höhere Strafe seit Sonntag in Köln
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Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen auf Straßen und Plätzen sind ein Ärgernis. Viele NRW-Städte greifen durch und verlangen von den Urhebern - wenn sie denn erwischt werden - ein Bußgeld.

Das ist in Köln nun seit Sonntag (01.09.2019) gestiegen, von 35 auf 50 Euro. Doch das gilt laut Stadt nur für Barzahler, die direkt vor Ort zahlen und sich einsichtig zeigen. Andernfalls werde das Bußgeld gleich verdoppelt auf 100 Euro.

Bei Brandgefahr oder auf Spielplätzen werden in Köln 150 Euro fällig

Zigarettenstummel in einer Fuge zwischen Kopfsteinpflaster auf einem Gehweg

Wer auf Spielplätzen Zigarettenkippen achtlos wegwirft, muss sogar 150 Euro zahlen. Und auch wer riskiert, dass ein Brand entstehen könnte, wie zum Beispiel auf Rasenflächen oder im Wald, muss 150 Euro zahlen.

Die Frage, ob und in welcher Höhe Bußgelder für achtlos weggeworfene Zigarettenkippen erhoben werden, ist in NRW-Städten unterschiedlich geregelt. Einige Kommunen erheben keine Bußgelder. In Düsseldorf werden zehn Euro fällig, in Aachen 30 Euro und in Bielefeld bis zu 40 Euro. Lüdenscheid greift mit 100 Euro durch.

Auch in Mönchengladbach wird das Wegwerfen einer Kippe mit 100 Euro Bußgeld geahndet. Allerdings wird dort ab Montag (09.09.2019) zuerst eine "gelbe Karte" vom Ordnungsdienst verteilt, um auf das Fehlverhalten hinzuweisen. Nach einer Aufklärungsphase von vier Wochen wir dann das Bußgeld fällig.

Umweltschützer fordern Pfand

Doch reicht das? Die Umweltinitiative "Die Aufheber" sagt Nein und hat einen etwas radikaleren Ansatz. Über eine Petition fordert sie ein Pfand auf Zigarettenpackungen. Dieses Pfand sollen Raucher nur dann zurück bekommen, wenn sie die Kippen wieder abgeben.

Stand: 06.09.2019, 10:01

Kommentare zum Thema

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13 Kommentare

  • 13 GBG 06.10.2019, 18:11 Uhr

    Harald: Überlege mal, wie viele Kinder Kippen verschlucken und als Notfall ins Krankenhaus kommen! 1 - in Worten - eine Kippe kann bereits tödlich sein! Von den toxischen Schäden für die Umwelt will ich gar nicht reden! Rauch gerne weiter, aber schmeiß die Kippen nicht mehr weg!

  • 12 Saubermann 08.09.2019, 14:04 Uhr

    ich war vor 20 Jahren in China und da durften schon keine Kippen auf die Strasse geworfen werden. Es kostete damals 30,00 DM. Diesen Betrag mussten die Menschen aber auch fürs Spucken und für Kaugummi zahlen. In der grossen Stadt Peking war das mehr als angenehm. Es wurden dort Frauen eingesetzt, die gleichzeitig fegten und kassierten.

  • 11 Manfred Hebel 07.09.2019, 08:47 Uhr

    Pfandsystem auf Kippen ist zwar eine super Idee um den Dreck aus der Umwelt zu bekommen, jedoch bleibt dann aber immer noch das Problem des Qualms und der Geruchsbelästigung. Wie bekommen wir diesen Mist denn in den Griff ? Wann wird es hier endlich wie in Amerika, wo Rauchen sich zu einem Unterschichten- Symbol entwickelt hat. Letztendlich sollten Zigaretten den selben Stellenwert erhalten wie Heroin, Kokain, Mariuhana. Das schlimme ist, Zigarettenjunkies sind die, die am meisten ihre Umwelt und andere Menschen in Geiselhaft nehmen. Sie belästigen und stören mehr als Heroinjunkies oder Koksjunkies. Komisch, die Drogen die die größeren negativen Auswirkungen haben, sind legal zu haben und auch legal zu konsumieren. Verrückt, einfach unzivilisiert. Am Strand, im Eiscafe überall wird gequarzt. Das Pfandsystem ist hoffentlich nur der Anfang vom Ende für diese krebserregende Droge.

    • Harald 28.09.2019, 19:24 Uhr

      Unzivilisiert sind vor allem die Egoisten, die den anderen alles verbieten wollen. Wie wäre es wenn man Ihnen verbieten würde irgendwelche Nahrungsergänzugsmittel zu schlucken oder andere mit ihrem Schweiss nach einer Radtour zu belästigen? Von Toleranz keine Spur. Sie gehören zu der Sorte die jemanden dazu zwingen würden, weiter zu leben nur weil sie es so wollen.

  • 10 Mr Smoker2 07.09.2019, 00:40 Uhr

    ...Pfand auf Kipppen ist die typische Reaktion von Sessel-Furzern. Soll ich dann die Kipppen, die ich zuhause auf der Terrasse im Ascher ausdrücke, und über den Hausmüll entsorge, stattdessen sammeln und zur Tanke zurück bringen? Wieviel Singapur wollt ihr in NRW?

  • 9 Mr Smoker 07.09.2019, 00:32 Uhr

    Prinzipiell ist die Idee erhöhter Bußgelder gut , hebt die doch die Problematik ins Bewusstsein der Raucher. Die meisten Städte haben in ihren Innenstadtbereichen doch immer einen Abfalleimer in der Nähe. Zum Beispiel rund um den Dom in Köln. Mir hat die Diskussion zB doch die Augen geöffnet. Ich befürchte dennoch behördliche Agitation. Was ist mit filterlosen Selbstgedrehten, derenn Stummel mit einem Fußwisch ins Reich des Unsichtbaren befördert werden? Rauche ich Filter, knipse ich die Filter am Ende ab und stecke sie stumpf in die Hosentasche, sofern kein Abfalleimer in Nähe. Und, etwas polemisch kommentiert, wer 50 oder 150 Euro für die Entsorgung von einem Gramm Baumwolle bezahlt (aus nichts anderem besteht eine Kippe), fragt sich, wieviel bezahlen dann Sünder, die Matratzen, Parkettböden, Kühlschränke, Laptops im Königsforst entsorgen... eine Million? Sollten Sie vielleicht...

  • 8 Kokolores 06.09.2019, 19:10 Uhr

    Pfand auf Kippen? Gehört für mich zu den Zumutungen des Alltags. Geht's noch ekliger?

  • 7 KunoKarpfen 06.09.2019, 16:01 Uhr

    Die Bußgelder erhöhen bringt nur etwas ,wenn dann auch Kontrollen stattfinden. Wohne in einer Stadt (36000 Einwohner) in der faktisch keine Kontrollen durchgeführt werden. Man will den mündigen Bürger nicht wegen Nichtigkeiten mit Strafen behelligen?! Wenn Gesetze erlassen werden müssen bei Nichtbeachtung auch die Strafe folgen. Ansonsten kann man sich dass ganze auch sparen!!!

  • 6 Kritiker 06.09.2019, 15:39 Uhr

    Immer noch nicht hoch genug, man sollte dem Beispiel Singapurs folgen und mindestens 600 Euro erheben, auch für Kaugummi usw.

  • 5 Angeekelt 06.09.2019, 13:44 Uhr

    z.B. Hagen Hbf, Busbahnhof: der Boden zugemüllt mit Kippen. Da liegen etliche Tausender an Bußgeldern auf dem Boden - interessiert behördlich niemanden. Gleiches gilt für die Bahnsteige der DB: die Aufsicht/der Sicherheitsdienst patrouilliert am liebsten dort, wo es gerade leer ist. Macht man mal gezielt auf einen "Wildraucher" aufmerksam, bleibt es bei einer freundlichen Bitte statt Bußgeld (es sind aber meist dieselben, die überall herumqualmen und ihren Dreck hinterlassen) - die Kameraüberwachung ist in diesem Zusammenhang auch nur eine Farce. Beispiele lassen sich beliebig erweitern. Merke: Das Gefasel über Einführung oder Erhöhung von Bußgeldern kann man sich sparen. Es kümmert sich eh keiner um die Durchsetzung der entsprechenden Regelungen.

  • 4 Mike 06.09.2019, 12:49 Uhr

    Grundsätzlich ein guter Ansatz. Einfacher und billiger für die Kommunen wäre es jedoch, das Rauchen endlich im gesamten öffentlichen Bereich im Rahmen der Fürsorgepflicht zu untersagen. Das hätte auch den Vorteil, dass die Nichtraucher neben dem ganzen anderen Giftstoffen in der Umwelt zumindest nicht mehr den Zigaretten-Qualm-Dreck einatmen müssen. Wer weiß übrigens, was da so alles verqualmt wird... Aber solange die Zigaretten-Lobby anscheinend noch einen "guten" Job macht und die Einnahmen der Zigarettensteuer ebenfalls noch sprudeln, wird sich wohl in dieser Richtung leider nichts tun...

    • Wolfgang 06.09.2019, 14:50 Uhr

      Da kann ich nur zustimmen.Wenn das Ordnungsamt schon nicht in der Lage ist Halteverbote zu kontrollieren jetzt noch weggeworfene Kippen ahnden soll reine Augenwischerrei.

  • 3 linux 06.09.2019, 12:44 Uhr

    "Andernfalls werde das Bußgeld gleich verdoppelt auf 100 Euro.".....Ich bin zwar Nichtraucher aber soll das heißen wer nicht das nötige "Kleingeld" mit sich führt darf dann gleich 50 € Bearbeitungsgebühr Zahlen, so kann man natürlich auch die Haushalskasse zusätzlich füllen.......

    • kein Freund des WDR 06.09.2019, 13:21 Uhr

      Nein, ich bin mir sicher, das hier mal wieder schlampig gearbeitet worden ist seitens des WDR. Es wäre ein Verstoß u.a. gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Vielmehr wird gemeint sein: wer vor Ort in den Verwaltungsakt einwilligt, muss nur 50 Euro zahlen. Dann wird es die Möglichkeit geben, per EC-Karte oder Überweisungsträger zu bezahlen.

    • Saubermann 08.09.2019, 13:58 Uhr

      wenn die Person das Bargeld nicht hat - ok - dann muss sie sich eben an die Ordnung halten und die Kippe mitnehmen, wenn sie schon anderen den Rauch entgegenbläst

    • Saubermann 08.09.2019, 13:58 Uhr

      wenn die Person das Bargeld nicht hat - ok - dann muss sie sich eben an die Ordnung halten und die Kippe mitnehmen, wenn sie schon anderen den Rauch entgegenbläst